Studie

Mehrheit der Dax-Konzerne musste Prognosen 2016 korrigieren

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19 der 30 Dax-Konzerne mussten ihre Erwartungen im Laufe des Jahres korrigieren, wie das Beratungsunternehmen EY errechnet hat. Foto: Frank Rumpenhorst

Frankfurt/Main (dpa) - Die Gewinn- und Umsatzprognosen der deutschen Börsenschwergewichte haben sich einer Studie zufolge 2016 als sehr schwankungsanfällig erwiesen.

19 der 30 Dax-Konzerne mussten ihre Erwartungen im Laufe des Jahres korrigieren, wie das Beratungsunternehmen EY errechnet hat. Ein Jahr zuvor hatten 14 Unternehmen im Jahresverlauf ihre Prognosen geändert.

2016 stieg die Zahl der Prognosekorrekturen mit 24 auf den höchsten Stand seit 2011, als diese Analyse zum ersten Mal durchgeführt wurde, wie EY mitteilte. In 16 Fällen hellten sich die Aussichten auf, in 8 Fällen senkten die Konzerne ihre Erwartungen.

"Es ist derzeit enorm schwer, belastbare Prognosen abzugeben", erklärte EY-Börsenexperte Martin Steinbach. "Die politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen ändern sich derzeit sehr rasch, und staatliche Eingriffe in den Markt können in einem ohnehin sehr volatilen Umfeld Marktprognosen schnell obsolet machen."

Bemerkenswert sei, dass mehr Unternehmen ihre Prognosen übertroffen als verpasst hätten, bilanzierte Steinbach: "Viele Unternehmen sind derzeit sehr vorsichtig mit ihrem Ausblick und bewerten offenbar die Risiken höher als die Chancen - auch auf die Gefahr hin, bei Investoren an Glaubwürdigkeit zu verlieren." Die Aktienkurse der Unternehmen reagieren in der Regel relativ stark auf Gewinnwarnungen, die Anhebung einer Prognose goutieren Anleger oft nicht so deutlich.

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