Agrarexporte sind Bremsklotz

Merkel strebt EU-Abkommen mit südamerikanischen Staaten an

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Soja in einem brasilianischen Silo: Die Mercosur-Länder fordern eine Öffnung der EU für ihre Agrarexporte als Bedingung für ein Freihandelsabkommen. Foto: Werner Rudhart

Berlin (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) setzt sich für ein Freihandelsabkommen zwischen südamerikanischen Staaten und der Europäischen Union ein. Sie sei "sehr erfreut, dass Bewegung in die Mercosur-Länder gekommen" sei, sagte Merkel in ihrem wöchentlichen Video-Podcast.

"Wir sind grundsätzlich für internationale Handelsbeziehungen", betonte sie. Gleichzeitig räumte sie ein, dass der Bereich Landwirtschaft schwierig sei. Die Mercosur-Länder fordern bei den schon seit Jahren andauernden Bemühungen eine Öffnung der EU für ihre Agrarexporte als Bedingung für ein Freihandelsabkommen. "Deshalb geht es darum, dass wir zum Schluss ein faires Abkommen haben, wo die Interessen Europas genauso berücksichtigt werden wie die Interessen Lateinamerikas."

Der 1991 gegründete "Gemeinsame Markt des Südens" (Mercosur) ist ein südamerikanischer Wirtschaftsverbund. Die Mitgliedstaaten wollen vor allem den Handel untereinander stärken. Die EU ist für den Mercosur nach Angaben der EU-Kommission der wichtigste Handelspartner.

Wichtig sei jetzt, wieder ins Gespräch zu kommen - "und daran arbeiten wir", sagte Merkel. Sie lobte die Rolle Uruguays als Treiber, wieder die Kontakte zur Europäischen Union aufzunehmen. Am Mittwoch (8.2.) ist der Staatspräsident von Uruguay, Taberé Vázquez, im Bundeskanzleramt zu Gast. Dabei soll es auch um die Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und Uruguay gehen. Als Schwerpunkt nannte sie die "grüne Wirtschaft" (Green Economy).

Podcast Textversion

Auswärtiges Amt zu Mercosur

EU-Kommission zu Beziehungen mit Mercosur

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