BGH lässt Autobauer aufatmen

Milliarden-Klage abgewiesen: Porsche siegt im Streit mit Hedgefonds

+
Porsche-Vorstandschef Oliver Blume

Karlsruhe - Porsche muss keine Milliardenbeträge an Hedgefonds zahlen: Der Bundesgerichtshof hat nun eine Beschwerde von insgesamt 19 Fonds abgewiesen.

Im milliardenschweren Streit mit US-Hedgefonds hat die Porsche-Holding nach eigenen Angaben nun auch vor dem Bundesgerichtshof (BGH) Erfolg gehabt. Die Karlsruher Richter hätten die Klagen von 19 Fonds rechtskräftig abgewiesen, teilte Porsche am Freitag in Stuttgart mit. 

Die Fonds werfen Porsche vor, im Vorfeld der geplatzten Übernahme des Volkswagen-Konzerns durch Porsche im Oktober 2008 fehlerhafte Informationen herausgegeben zu haben.

„Allenfalls doppeldeutig“

Vor dem Landgericht und auch dem Oberlandesgericht (OLG) Stuttgart war die Klage der Hedgefonds gescheitert. Es habe "keine grob unrichtigen Auskünfte" von Porsche gegeben, erklärte das OLG im März 2015. 

Pressemitteilungen des Autobauers seien "allenfalls doppeldeutig" gewesen und daher von Analysten unterschiedlich interpretiert worden. Ein "Schädigungsvorsatz" durch Porsche sei nicht erkennbar.

Eine Revision hatte das OLG nicht zugelassen. Nach Angaben von Porsche wies nun der BGH die hiergegen gerichtete Beschwerde der Hedgefonds ab. Damit ist das Urteil des OLG rechtskräftig.

Porsche feiert „Etappensieg“

Weil der Karlsruher Beschluss sich noch im Zustellverfahren befindet, konnte der BGH hierzu noch keine Angaben machen. Porsche selbst gab eine Kopie der Entscheidung nicht heraus.

Porsche wertete den BGH-Beschluss als wichtigen Etappensieg. "Die Porsche SE hat im Zuge ihres Beteiligungsaufbaus an der Volkswagen AG in den Jahren 2005 bis 2009 immer zutreffend informiert. Die noch ausstehenden Gerichtsverfahren werden unsere Rechtsauffassung bestätigen", erklärte Vorstandsmitglied Manfred Döss.

AFP

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Zähes Ringen um letztes Hilfspaket für Griechenland

Es sind Griechenland-Rettungsverhandlungen - doch die Finanzminister gehen geradezu in Hochstimmung in die Eurogruppe. Aber dann zieht sich die Sache doch wieder in die …
Zähes Ringen um letztes Hilfspaket für Griechenland

Schock für Primark! Neue Studie enthüllt vernichtendes Detail über Modekette

Schock für den Mode-Riesen Primark! Eine Große Studie einer Mediengruppe aus Frankfurt enthüllt ein vernichtendes Detail über Modekette. Alle Infos hier. 
Schock für Primark! Neue Studie enthüllt vernichtendes Detail über Modekette

Angeblicher Tesla-Saboteur bezeichnet sich als Whistleblower

Tesla hat einen ehemaligen Mitarbeiter verklagt, der dem Konzern angeblich "mutwillig und arglistig" Schaden zufügen wollte. Nun setzt sich der Mann zur Wehr - er sei …
Angeblicher Tesla-Saboteur bezeichnet sich als Whistleblower

BER-Chef sieht noch Zeitreserven bis zur Eröffnung 2020

Noch immer werden im Terminal Kabel neu gezogen, Rohre erneuert, Brandmelder geprüft und Steuerungen programmiert. Der Chef erläutert den Zeitplan - in einem Punkt aber …
BER-Chef sieht noch Zeitreserven bis zur Eröffnung 2020

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.