Bundestag

Mittelstandsentlastung bei Steuern und Bürokratie

+
Vom 1. Januar 2018 an sollen Betriebe damit Ausgaben etwa für Bürostühle, Computer oder Werkzeuge bis zu einem Wert von 800 Euro sofort nach der Anschaffung abschreiben können. Foto: Stefan Sauer

Berlin (dpa) - Kleinere Unternehmen in Deutschland werden steuerlich etwas entlastet. Sie können künftig höhere Kosten für kleinere Anschaffungen sofort beim Fiskus geltend machen und müssen so auch weniger Bürokratieauflagen erfüllen.

Der Bundestag billigte eine entsprechende Anhebung der Grenze für die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter auf 800 Euro.

Vom 1. Januar 2018 an sollen Betriebe damit Ausgaben etwa für Bürostühle, Computer oder Werkzeuge bis zu einem Wert von 800 Euro sofort nach der Anschaffung abschreiben können. Bisher galten 410 Euro als Obergrenze. Damit sparen Unternehmen unmittelbar Steuern und verfügen in den ersten Jahren über zusätzliches Geld.

Normalerweise wird nach dem Erwerb von Maschinen der Kaufpreis auf mehrere Jahre verteilt steuermindernd als Betriebsausgabe abgeschrieben. In dieser Zeit müssen die Güter in einem Anlagenregister aufgeführt werden. Bei sogenannten geringwertigen Wirtschaftsgütern aber kann dies sofort beim Finanzamt im Jahr der Anschaffung geltend gemacht werden - bis zu der Obergrenze.

Mit der Anhebung des Schwellenwerts entfallen für viele Güter auch die Aufzeichnungspflichten. Die sogenannten Pool-Abschreibung bleibt erhalten. Dabei können Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler einen Sammelposten für diese Güter von bis zu 1000 Euro bilden, der gleichmäßig auf fünf Jahre abgeschrieben wird.

Beschlussfassung Finanzausschuss

Einkommensteuergesetz Paragraph 6

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Übergangsfrist für Mindestlohn in der Landwirtschaft endet

In der Landwirtschaft muss vom Januar an der gesetzliche Mindestlohn von 8,84 Euro gezahlt werden. Allerdings liegt das tarifliche Mindestentgelt, das auch nicht …
Übergangsfrist für Mindestlohn in der Landwirtschaft endet

"Flotte weg": Lauda sieht wenig Chancen auf Niki-Übernahme

Niki Lauda macht der Lufthansa schwere Vorwürfe: Mit einem "ganz brutalen Plan" habe die Airline die Zerschlagung von Niki geplant und sich heimlich die noch …
"Flotte weg": Lauda sieht wenig Chancen auf Niki-Übernahme

Bahn zählt nach Air-Berlin-Pleite mehr Fahrgäste

Bei der Bahn läuft aktuell nicht alles rund. Ein Sorgenkind ist die neue ICE-Strecke Berlin-München. Dennoch sieht es mit den Fahrgastzahlen insgesamt gut aus. Ein Grund …
Bahn zählt nach Air-Berlin-Pleite mehr Fahrgäste

Bilanz der Bahn: Mehr Fahrgäste trotz Problemen

Bei der Bahn läuft längst nicht alles rund. Dennoch gibt es erfreuliche Nachrichten bei den Fahrgastzahlen. Ein Grund dafür ist auch eine Firmenpleite.
Bilanz der Bahn: Mehr Fahrgäste trotz Problemen

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.