Durch Brexit

Moody's sieht Bonität Großbritanniens unter Druck

+
Finanz- und Bankendistrikt "Canary Wharf" in London: Ratingagenturen rechnen derzeit wegen der Unsicherheit durch den Brexit mit einem deutlichen Dämpfer für die britische Wirtschaft. Foto: Hannah Mckay/Symbolbild

Frankfurt/Main (dpa) - Die US-Ratingagentur Moody's warnt vor einer möglichen Abstufung der Kreditwürdigkeit Großbritanniens durch den Brexit.

"Es würde Druck auf das Rating entstehen, wenn die Verhandlungen nahelegen, dass Großbritannien wahrscheinlich kein Handelsabkommen mit der Europäischen Union abschließen wird, das Kernelemente des gegenwärtigen Zugangs zum EU-Binnenmarkt schützt", teilte die Agentur am Mittwoch mit.

Die Wahrscheinlichkeit eines abrupten und schädlichen Brexits habe seit dem Referendum zugenommen und nach den Parlamentswahlen im Juni seien die Risiken bezüglich Politik und Staatsfinanzen noch gestiegen. Die Wirtschaft habe bereits an Fahrt verloren und die Aussichten dürften sich noch deutlich verschlechtern, wenn Großbritannien kein weitreichendes Freihandelsabkommen mit der EU zustande bekomme, heißt es in der Moody's-Mitteilung.

Erst am Dienstag hatte die US-Ratingagentur Standard & Poor's mitgeteilt, sie rechne wegen der Unsicherheit durch den Brexit mit einem deutlichen Dämpfer für die britische Wirtschaft.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Kartellamt will kleine Händler vor Amazon und Co. schützen

Macht Amazon kleineren Händlern den Garaus? Das Bundeskartellamt befürchtet genau das. Deswegen will Chef Andreas Mundt nun rechtzeitig Maßnahmen ergreifen und so „die …
Kartellamt will kleine Händler vor Amazon und Co. schützen

"Suchst Du Ärger?": China verbietet schräge Firmennamen

Chinas Regierung will für Ordnung im Firmenregister sorgen. Darunter leidet nun unter anderem ein Kondomhersteller mit einem enorm langen Namen.
"Suchst Du Ärger?": China verbietet schräge Firmennamen

Verkaufspläne für Air Berlin werden konkreter

Unter hohem Zeitdruck will sich Lufthansa große Teile der Air Berlin einverleiben. Schon in der kommenden Woche könnte nach einem Bericht alles klar sein.
Verkaufspläne für Air Berlin werden konkreter

Gericht stellt klar: Steuerzinsen sind nicht zu hoch

Steuerzahler sollten besser weiterhin pünktlich überweisen: Ein Gericht hat nun eine Klage gegen zu hohe Steuerzinsen abgewiesen.
Gericht stellt klar: Steuerzinsen sind nicht zu hoch

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.