Ermittlungen laufen 

Nächster Boeing-Eklat: Trumps Pentagon-Chef unter Beschuss

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Gegen Patrick Shanahan (r.) laufen Ermittlungen. 

Die negativen Nachrichten rundum das amerikanische Luftfahrt-Unternehmen Boeing reißen nicht ab. Nun droht sogar ein politischer Skandal - mittendrin Pentagon-Chef Patrick Shanahan.

Washington - Der Interims-Verteidigungsminister wird verdächtigt, das Unternehmen bei der Vergabe von ertragreichen Rüstungsaufträgen bevorzugt zu haben. Die Ermittlungen wurden bereits aufgenommen. Die Anti-Korruptions-Organisation Citizens for Responsibility and Ethics in Washington (CREW) hatte dies in der letzten Woche beantragt. Das Pikante: Shanahan hat eine Vergangenheit beim Unternehmen, der 56-Jährige war über Jahrzehnte als Top-Manager bei Boeing aktiv. 

Konkret soll der Pentagon-Chef bei Treffen des Verteidigungsministeriums vom Luftfahrt-Unternehmen geschwärmt haben. Insbesondere auf die Vorteile gegenüber der direkten Konkurrenz Lockheed Martin soll der 56-Jährige wiederholt aufmerksam gemacht haben.  

Patrick Shanahan: Herabwürdigung der Konkurrenz?

Des Weiteren soll Shanahan sogar versucht haben, die Absatzzahlen seines alten Arbeitgebers direkt zu stärken. Hierfür soll er auf eine Steigerung der Zahl der bestellten F-15X Fighter-Jets gepocht haben. Denn eine Boeing-Tochter beliefert die Air Force mit jenem Modell. 

Ein Bericht der Wirtschaftsagentur Bloomberg am Dienstag untermauert die Anschuldigungen. Demnach sollten statt der üblichen acht Fighter pro Jahr ab sofort 18 bestellt werden. Und das, obwohl die Variante des Mitstreiters offenbar erschwinglicher und moderner ist.  

Der Klage wird im Pentagon nun nachgegangen, wie die Sprecherin Dwrena Allen sagt: „Unser Büro hat entschieden, die Vorwürfe gegen Interims-Verteidigungsminister Patrick Shanahan, denen zufolge er seinen ehemaligen Arbeitgeber Boeing unterstützt und dessen Konkurrenz herabgewürdigt hat, zu untersuchen.“

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