Umweltschutz

Neuseeland nimmt Einweg-Plastiktüten aus dem Handel

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Mehr als 100 Länder weltweit haben bereits ein vollständiges Verbot von Plastiktüten eingeführt. Foto: Marcel Kusc

Neuseeland gilt als "grünes Land" mit unzerstörter Natur. Trotzdem ist der Verbrauch an Einweg-Plastiktüten hoch. Die Regierung in Wellington macht nun Nägel mit Köpfen.

Wellington (dpa) - Ab Montag soll es auch in Neuseeland keine Einweg-Plastiktüten mehr im Handel geben. Premierministerin Jacinda Ardern hatte die Gesetzgebung im August angekündigt.

"Durch das Verbot soll sichergestellt werden, dass weniger Plastik in Flüssen, Bächen, Abwasserkanälen und im Meer landet, so dass Seevögel, Fische, Schildkröten und Meeressäuger weniger anfällig sind, dadurch geschädigt zu werden", sagte die stellvertretende Umweltministerin Eugenie Sage am Sonntag. Mehr als 100 Länder, unter anderem Belgien, Frankreich, Italien und China haben bereits ein vollständiges Verbot von Plastiktüten eingeführt, andere eine Abgabe auf sie.

Trotz seines Images als "grünes Land" gehört der Pazifikstaat zu den Ländern mit einem hohen Verbrauch an Plastiktüten. Im Durchschnitt verbraucht jeder Neuseeländer mehr als 150 Einweg-Tüten pro Jahr. Auf die gesamte Nation gerechnet fallen insgesamt pro Jahr mehr als 750 Millionen Tüten an. Viele davon landen in Flüssen und im Meer.

Mitteilung des Umweltministeriums

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