BASF-Tochter

Ölforderung: Wintershall legt Streit in Libyen bei

+
Wintershall-Zentrale: Der libysche Ölkonzern hatte 890 Millionen Euro Schadenersatz gefordert. Foto: Uwe Zucchi

Kassel (dpa) - Die BASF-Tochter Wintershall hat den Streit um die Ölförderung mit dem libyschen staatlichen Ölkonzern NOC vorerst beigelegt.

"Wir haben uns mit der NOC auf eine Wiederaufnahme der Produktion geeinigt", sagte ein Wintershall-Sprecher am Freitag in Kassel. Nicht vom Tisch ist dagegen der Konflikt um die Verträge. Zuerst hatte die "Wirtschaftswoche" darüber berichtet.

Das Magazin hatte geschrieben, dass Wintershall mehr als Dreiviertel seiner Produktion an die libysche Ölgesellschaft abtrete und damit vorerst eine Milliardenstrafe abwenden könne.

Details zur Einigung machte Wintershall nicht. "Bei unserer Vereinbarung geht es in erster Linie um die Deckung unserer laufenden Kosten", erklärte der Sprecher lediglich. NOC und Wintershall seien übereingekommen, "konstruktiv die aktuelle Vertragslage zu erörtern und beidseitig zu einer Lösung des Konfliktes beizutragen".

Die Tochter des Ludwigshafener Chemiekonzerns BASF streitet mit der NOC über Konzessionsverträge in Libyen. Dabei geht es um Lizenzen und Verpflichtungen noch aus der Zeit des später gestürzten Diktators Muammar al-Gaddafi.

Die Produktion stand daher seit März zeitweise komplett still. Wintershall und NOC waren sich uneins über die Rechte und Verpflichtungen des deutschen Unternehmens. Der libysche Ölkonzern hatte deswegen 890 Millionen Euro Schadenersatz gefordert.

Wintershall erklärte dazu weiter: "Die angeblichen Ansprüche gegen Wintershall auf Geldzahlungen bestehen nicht." Die Konzessionsverträge mit dem libyschen Staat seien weiter gültig und in Kraft. Seit Juni läuft die Förderung von BASF in Libyen wieder.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Boeing vertagt Entscheidung über neuen Passagierjet

London (dpa) - Der weltgrößte Flugzeugbauer Boeing lässt sich mit der seit Jahren diskutierten Entwicklung eines mittelgroßen Passagierjets noch länger Zeit.
Boeing vertagt Entscheidung über neuen Passagierjet

Kunde freut sich auf Pizza „Grande“ und erlebt herbe Enttäuschung

Eine richtig große Spinatpizza wollte sich ein Twitter-User gönnen und besorgte sich eine Tiefkühlpizza von Dr. Oetker mit dem verheißungsvollen Namen „Grande“. Als er …
Kunde freut sich auf Pizza „Grande“ und erlebt herbe Enttäuschung

Frau deckt sich bei Aldi für Mittagspause ein - doch Ekel-Fund verdirbt ihr den Appetit

Bei Aldi Süd kaufte sich eine Kundin einen Snack für die Mittagspause. Doch was sie darin fand, verdarb ihr gründlich den Appetit. „Einfach nur ekelhaft“, schimpft sie …
Frau deckt sich bei Aldi für Mittagspause ein - doch Ekel-Fund verdirbt ihr den Appetit

Post will Zusteller vom Vorruhestand ausschließen

Bonn (dpa) - Bei der Deutschen Post gibt es Streit darüber, welche Beschäftigten an dem Vorruhestandsprogramm für Beamte teilnehmen dürfen.
Post will Zusteller vom Vorruhestand ausschließen

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.