Trotzdem keine Ruhe

Opel sichert verbleibende Jobs bis Sommer 2023 zu

Außer dem Stammwerk Rüsselsheim unterhält Opel in Deutschland Standorte in Eisenach, Kaiserslautern, Bochum und Dudenhofen. Foto: Andreas Arnold
+
Außer dem Stammwerk Rüsselsheim unterhält Opel in Deutschland Standorte in Eisenach, Kaiserslautern, Bochum und Dudenhofen. Foto: Andreas Arnold

Rüsselsheim (dpa) - Der Stellenabbau bei Opel bleibt wie im Mai verabredet vorerst auf 3700 Jobs begrenzt.

Die verbleibenden mehr als 15 000 Arbeitsplätze bei dem Autobauer, der seit knapp einem Jahr zum französischen PSA-Konzern gehört, sind bis einschließlich Juli 2023 vor betriebsbedingten Kündigungen geschützt.

Diese vor gut fünf Wochen vereinbarten Eckpunkte wurden nun in einem Zukunftstarifvertrag fixiert, wie Opel-Geschäftsleitung, IG Metall und Gesamtbetriebsrat gemeinsam mitteilten.

Ende Mai hatten sich die Beteiligten nach wochenlangem Ringen auf ein Eckpunkte-Papier zur Zukunft der deutschen Opel-Standorte geeinigt. Gegen Lohnzugeständnisse der verbleibenden Beschäftigten sicherte Opel zu, den Stamm an den deutschen Standorten von etwa 19 000 Beschäftigten nur um 3700 zu vermindern - und zwar auf freiwilliger Basis über verschiedene Abfindungs- und Vorruhestandsprogramme.

Außer dem Stammwerk Rüsselsheim unterhält Opel in Deutschland Standorte in Eisenach, Kaiserslautern, Bochum und Dudenhofen. Opel sicherte zudem Investitionen und Projekte für sämtliche Werke und Standorte zu.

Ruhe kehrt bei dem seit Jahren gebeutelten Autohersteller damit aber nicht ein: Am Vortag hatten Berichte über einen möglichen Teilverkauf des Entwicklungszentrums in Rüsselsheim den Betriebsrat alarmiert.

Nach Betriebsratsinformationen könnten 4000 der dort etwa 7000 Beschäftigten betroffen sein. Opel prüft nach eigenen Angaben verschiedene Optionen für das Zentrum. "Strategische Partnerschaften mit anderen Unternehmen" seien Teil der Überlegungen, hatte das Unternehmen mitgeteilt, es gebe aber noch keine Entscheidungen.

Gemeinsame Erklärung 6.7.2018

IG Metall zu Eckpunkten 30.5.2018

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Mutter und Sohn ergaunern über 1000 nagelneue iPhones - und narren dabei sogar Apple

In der Schweiz hat ein Betrüger-Duo mit einem simplen Trick 1000 iPhones abgezockt. Die Masche war so raffiniert, dass sogar Apple auf den Trick reingefallen ist. 
Mutter und Sohn ergaunern über 1000 nagelneue iPhones - und narren dabei sogar Apple

Siemens überraschend stark in der Krise

Verluste im Energiegeschäft halbieren den Siemens-Gewinn. Aber die Sparte soll nächsten Monat an die Börse, und im Kerngeschäft läuft es erstaunlich gut beim …
Siemens überraschend stark in der Krise

Industrieaufträge steigen - BDI: keine schnelle Erholung

Die deutsche Industrie kann sich über einen überraschend starken Anstieg der Aufträge freuen. Ökonomen sprachen von einer Aufholjagd. Der Industrieverband BDI zweifelt …
Industrieaufträge steigen - BDI: keine schnelle Erholung

Lufthansa droht nach Milliardenverlust mit Entlassungen

Über drei Milliarden Euro Verlust hat Lufthansa bereits in der Corona-Krise erlitten, doch die Sparverhandlungen mit der Belegschaft kommen nicht voran. Vorstandschef …
Lufthansa droht nach Milliardenverlust mit Entlassungen

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.