Vertrag verängert

Post-Chef Appel bleibt im Amt

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Frank Appel war im Jahr 2008 nach dem plötzlichen Abtritt seines Vorgängers Klaus Zumwinkel an die Spitze des Dax-Konzerns gerückt. Foto: Oliver Berg/Archiv

Frank Appel soll die Post fit für die Zukunft machen. Heute wurde der Vertag des seit 2008 amtierenden Vorstandschefs um weitere fünf Jahre verlängert.

Bonn (dpa) - Post-Chef Frank Appel bleibt weiter im Amt. Wie das Unternehmen heute in Bonn berichtete, wurde der im kommenden Jahr auslaufende Vertag des 55-Jährigen vom Aufsichtsrat um weitere fünf Jahre bis Oktober 2022 verlängert.

Der Manager war im Jahr 2008 nach dem plötzlichen Abtritt seines Vorgängers Klaus Zumwinkel mit 46 Jahren an die Spitze des Dax-Konzerns gerückt. Dem Vorstand gehört der promovierte Neurobiologe Appel bereits seit 2002 an.

Der Aktienkurs des Dax-Konzerns ist unter seiner Ägide von zeitweise unter 7 Euro zuletzt auf mehr als 30 Euro gestiegen. Der bisherige Vertrag Appels wäre im Oktober 2017 ausgelaufen. Die Verlängerung war bereits erwartet worden. Appel hatte in den vergangenen Monaten wiederholt gesagt, dass ihm sein Job weiterhin Freude bereite.

Vor allem der boomende Onlinehandel und das höhere Briefporto hatten den Bonner Logistikriesen zuletzt wieder auf Kurs gebracht, so dass Appel bereits ein deutliches Ergebnisplus für das zu Ende gehende Jahr in Aussicht stellen konnte. Mit einem Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 3,4 bis 3,7 Milliarden Euro soll das Unternehmen mindestens um eine Milliarde Euro beim operativen Ergebnis zulegen.

Im vergangenen Jahr hatte der Manager die Aktionäre mit zwei Gewinnwarnungen geschockt. Nach einem wochenlangen Streik im Deutschland-Geschäft kam auch eine gescheiterte Systemumstellung im Fracht- und Speditionsgeschäft den Konzern 2015 teuer zu stehen. Seitdem lieferte der Konzern beim operativen Gewinn allerdings vier Rekordquartale in Folge ab.

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