Hoffen auf Trendwende

Preisanstieg bei Rohstoffen vorläufig gestoppt

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Der Rohstoff Kupfer in der Mansfelder Kupfer und Messing GmbH (MKM) in Hettstedt. Auf den Rohstoffmärkten deutet sich eine Trendwende an. Foto: Jens Wolf

Hamburg (dpa) - Nach einer längeren Phase mit steigenden Preisen deutet sich auf den Rohstoffmärkten eine Trendwende an. Der HWWI-Index für Rohstoffpreise ging im März um 6,3 Prozent zurück, teilte das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) mit.

Zuvor hatten sich Rohstoffe ungefähr seit einem Jahr in fast jedem Monat verteuert. Von Februar 2016 bis Februar 2017 war der Index von 67 auf 109 Punkte gestiegen.

Ob die Preise für Rohstoffe dauerhaft fallen, ist jedoch offen. In dem HWWI-Index sind Energierohstoffe und damit auch Rohöl stark vertreten. Letzteres hatte sich im März nur vorübergehend verbilligt und steht nun wieder bei einem ähnlichen Preisniveau wie im Vormonat. Im März war nicht nur Öl günstig, sondern auch Gas und Kohle. Folglich ging der Index für Energierohstoffe um 7,0 Prozent zurück.

Doch auch die Preise für Industrierohstoffe gaben um 1,4 Prozent nach, nachdem sie im Monat zuvor noch kräftig gestiegen waren. Dabei sanken sowohl die Preise für Agrarrohstoffe wie Baumwolle und Kautschuk als auch für Metalle überwiegend. Das HWWI führte das auf unterschiedliche Erwartungen über die Entwicklung der Weltkonjunktur zurück, insbesondere über das Wachstum in China. Die Volksrepublik ist weltweit der größte Verbraucher von Rohstoffen.

Mitteilung HWWI

Homepage HWWI-Rohstoffpreisindex

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