Bayerische Wirtschaft weiter in bester Verfassung

Bayern: Rekord bei Zahl der offenen Stellen - Eurozone erholt sich

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Die Lage auf dem Arbeitsmarkt in Bayern ist exzellent. 

Die Arbeitskräftenachfrage steigt auf neues Rekordhoch: Die Zahl der offenen Stellen im Freistaat steigt weiter. Auch aus der Eurozone gibt es gute Nachrichten. 

Nürnberg - Die Einstellungsbereitschaft der bayerischen Unternehmen habe sich nochmals gesteigert, sagte der Chef der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit (BA), Ralf Holtzwart, am Montag in Nürnberg. Die bayerische Wirtschaft zeige sich weiter in bester Verfassung, die Arbeitskräftenachfrage bleibe auf ungebrochen hohem Niveau und sei in nahezu allen Branchen höher als im Vorjahr.

Der monatlich ermittelte regionale Stellenindex BA-X stieg im Juli im Vergleich zum Vormonat um 5 Punkte auf 250 Zähler. Das ist abermals der höchste Wert seit Berechnung des Indexes - schon in den Vormonaten waren hier jeweils Spitzenwerte erreicht worden. Im Vergleich zum Vorjahresmonat zeigte sich ein Plus von 29 Punkten. Die absolute Zahl der freien Stellen will die Regionaldirektion an diesem Dienstag bekanntgeben.

Die meisten Stellenangebote kommen aus dem verarbeitenden Gewerbe, dem Handel, Gesundheits- und Sozialwesen sowie aus der Zeitarbeit. Grundlage des BA-X sind offene Stellen, die Firmen der Regionaldirektion melden.

Nachfrage nach Arbeitskräften steigt im gesamten Bundesgebiet 

Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist auch im deutschen Bundesgebiet im Juli auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Die Zahl der offenen Stellen übertraf damit selbst die bisherige historische Höchstmarke von Juni, wie die Bundesagentur für Arbeit am Montag mitteilte. Ihr Stellenindex BA-X - ein Indikator für die Beschäftigtennachfrage - ist seit 2014 nahezu kontinuierlich gestiegen. Mit 238 Punkten liegt der Indikator für Juli drei Punkte höher als im Juni und 21 Punkte höher als vor einem Jahr.

Inzwischen gebe es kaum noch eine Branche, die nicht nach geeigneten Mitarbeitern suche. Mit Ausnahme des öffentlichen Dienstes und des Bereichs Erziehung und Unterricht sei die Arbeitskräftenachfrage in allen Branchen höher als vor einem Jahr, heißt es in einer Bundesagentur-Mitteilung.

Erfreuliche Nachrichten aus der Eurozone

In der Eurozone sorgt derweil der robuste Aufschwung weiter für Entspannung auf dem Arbeitsmarkt. Im Juni ist die Arbeitslosenquote auf den tiefsten Stand seit mehr als acht Jahren gefallen. Nach Angaben des Statistikamts Eurostat vom Montag betrug die Arbeitslosenquote 9,1 Prozent. Das ist der geringste Wert seit Februar 2009. Volkswirte hatten mit einer Quote von 9,2 Prozent gerechnet. Insgesamt waren 14,718 Millionen Menschen ohne Arbeit und damit 148 000 weniger als im Mai.

Nach wie vor weisen die Mitgliedsländer des Euroraums sehr unterschiedliche Arbeitslosenquoten auf. Besonders niedrig ist die Arbeitslosigkeit in Deutschland (3,8 Prozent) und Malta (4,1 Prozent). Nach wie vor sehr hohe Werte gibt es in Griechenland (April: 21,7 Prozent) und Spanien (17,1 Prozent).

dpa

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