Studie

Rekordvergütung für Aufsichtsratschefs von Dax-Konzernen

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Deutsche-Bank-Chefaufseher Paul Achleitner war im vergangenen Jahr erneut Spitzenverdiener unter den Aufsichtsratschefs. Foto: Boris Roessler

Frankfurt/Main (dpa) - Die Chefkontrolleure der deutschen Dax-Konzerne haben 2018 einer Studie zufolge so viel verdient wie nie zuvor.

Die durchschnittliche Gesamtvergütung der Aufsichtsratsvorsitzenden dieser Aktiengesellschaften stieg im Vergleich zum Vorjahr um 3,9 Prozent auf den Rekordwert von 424.000 Euro. Das geht aus einer am Montag in Frankfurt veröffentlichten Auswertung des Beratungsunternehmens hkp hervor.

Spitzenverdiener war den Angaben zufolge erneut Deutsche-Bank-Chefaufseher Paul Achleitner mit gut 858.000 Euro. Auf den Plätzen folgten BMW-Aufsichtsratschef Norbert Reithofer und Fresenius-Chefkontrolleur Gerd Krick (je 640.000 Euro) sowie Volkswagen-Aufsichtsratslenker Hans Dieter Pötsch (584.500 Euro). Am Ende der Rangliste findet sich Reinhard Pöllath von Beiersdorf (228.000 Euro).

Trotz zunehmender Aufgaben liegt die Vergütung der Aufsichtsratschefs weiterhin deutlich unter denen der Vorstandsvorsitzenden der von ihnen kontrollierten Konzerne. Nach hkp-Zahlen kletterte 2018 die durchschnittliche Vergütung der Dax-Vorstandschefs, die das ganze Jahr im Amt waren, um 3,6 Prozent auf 7,5 Millionen Euro.

"Ein Aufsichtsratsvorsitz ist heute mehr denn je auch mit Strategiebegleitung und intensivem Sparring für den Vorstand verbunden", stellte hkp-Managerin Nina Grochowitzki fest. "Die Vergütung für das Amt sollte daher so ausgelegt sein, um sich auf Augenhöhe begegnen zu können. Davon sind wir aber weit entfernt."

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