Finanzen

Mehr Geld bei geringem Risiko – ETFs können für die Altersvorsorge genutzt werden

Private Altersvorsorge: Mit Indexfonds, sogenannten ETFs, lässt sich langfristig die Rente aufbessern. (Symbolbild)
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Private Altersvorsorge: Mit Indexfonds, sogenannten ETFs, lässt sich langfristig die Rente aufbessern. (Symbolbild)

Das Geld der gesetzlichen Rente reicht für ein sorgenfreies Leben im Alter oftmals nicht aus. Im Fokus der privaten Altersvorsorge stehen darum häufig ETFs (Exchange Trading Funds).

  • Die gesetzliche Rente* reicht oft nicht aus, um den Lebensstandard im Alter zu halten.
  • Viele Menschen in Deutschland befassen sich daher frühzeitig mit privater Altersvorsorge*.
  • ETFs sollen dabei helfen, für wenig Geld und mit geringem Risiko für den Ruhestand vorzusorgen.

Frankfurt - Genügend Geld für einen sorgenfreien Ruhestand. Das wünschen sich sicher viele Menschen in Deutschland. Die Realität sieht aber häufig anders aus. Denn trotz langjähriger Berufstätigkeit fällt es vielen schwer, den Lebensstandard nach dem Renteneintritt* zu halten. Mehr noch: Laut „zdf.de“ waren in Deutschland im Jahr 2018 etwa 3,1 Millionen der ab 65-Jährigen von Armut bedroht. Das entspricht etwa 18,2 Prozent der Bevölkerungsgruppe ab 65 Jahren. Um eine solche Situation zu verhindern, verlassen sich viele Menschen in Deutschland nicht mehr alleine auf die gesetzliche Rente. Sie kümmern sich frühzeitig um private Altersvorsorge.

Um die Rente aufzubessern und privat Altersvorsorge zu betreiben, nutzen einige Menschen in Deutschland Wertpapiere als Möglichkeit, bereits frühzeitig ein gewisses Vermögen anzuhäufen. Gerade in Zeiten geschrumpfter Zinsen auf den Fest- und Tagesgeldkonten wird die Wertpapier-Anlage immer attraktiver. Das Geschäft mit börsengehandelten Indexfonds, kurz ETFs (Exchange Trading Fund), boomt. „ETF-Sparpläne werden immer beliebter und verzeichnen im Vergleich zu Sparplänen auf aktiv gemanagte Fonds ein überproportionales Wachstum“, berichtet Jens Wöhler, Vorstand beim S Broker der Sparkassen, gegenüber „handelsblatt.com“.

JahrETF-Anlagevolumen in Milliarden Euro (Privatanleger)
20157,7
201611,7
201716,6
201818,8
201930,7
Quelle: extraETF Research

Private Altersvorsorge mit ETFs: Mit Indexfonds langfristig die Rente Aufstocken

Insbesondere für einen langfristigen Vermögensaufbau sind die Indexfonds interessant. Sie gelten als vergleichsweise günstig und sind mit geringem Risiko behaftet, berichtet „n-tv.de“. Doch auch dabei gibt es einiges zu beachten, will man im Alter tatsächlich mehr Geld zur Verfügung haben.

Grundsätzlich ist ein ETF ein Nachbau eines Börsenindex, der es ermöglicht, in ganze Märkte zu investieren. Die Bank oder eine Fondsgesellschaft nutzt dabei das Geld der Anleger:innen und kauft beispielsweise all jene Wertpapiere, die in einem Index enthalten sind. Bedeutet: Ein ETF, der beispielsweise den Deutschen Aktienindex (DAX) abbildet, entwickelt sich also im Wert genauso wie der DAX. Welche Aktien dabei genau im Index landen, wird fortlaufend kontrolliert. Ändert sich die Listung des Index, verändern sich dementsprechend auch die ETFs.

Ziel der Investition in ETFs ist es dabei, die exakt gleiche Rendite zu erzielen, wie der Index selbst. Die Indexfonds machen sich dabei das Know-how der Anlegerschaft zunutze. Es geht darum, mit dem Strom zu schwimmen und langfristig Gewinne, zum Beispiel für die private Altersvorsorge, zu erzielen. Nicht etwa darum, mehr Geld zu erwirtschaften als die breite Masse der Investoren.

Mit privater Altersvorsorge die Rente aufbessern: ETFs versprechen geringes Risiko

Der große Vorteil der Indexfonds: Sie sind deutlich günstiger als Fonds, bei denen ein sogenannten Fondsmanager entscheidet, in welche Firmen und Aktien investiert wird. Wie das Portal „finanztip.de“ erklärt, sparen Interessierte so nicht bloß die Vermittlungsgebühr für den Kauf solcher automatisch verwalteter ETFs. Auch die laufenden Kosten sollen demnach nur knapp ein Siebtel so hoch sein, wie bei aktiven Aktienfonds.

Wer vor der Entscheidung steht, für die private Altersvorsorge zu investieren und Geld in Wertpapiere anzulegen, sollte sich zunächst einmal hinterfragen, wie groß die Risikobereitschaft ist. Denn ETFs zahlen sich vor allem langfristig aus. Kurzfristige und vorübergehende Verluste sollten dabei von den Anleger:innen in Kauf genommen werden. Gerade in diesen Momenten ist es sinnvoll an der Langzeit-Strategie festzuhalten, um beispielsweise die Rente aufzubessern.

Private Altersvorsorge mit ETFs – Je früher das Investment, desto höher der Ertrag beim Renteneintritt

Bein einem Investitionszeitraum von 15 Jahren haben Anleger:innen mit diesem Modell niemals Geld verloren. Das gehe aus Berechnungen des Portals „finanztip.de“ hervor. Voraussetzung für diese Berechnung sei allerdings ein Investment in einen weltweit ausgerichteten Aktien-Indexfonds wie MSCI World. Dieser deckt zum Beispiel die Kursentwicklungen von gut 1600 Aktien aus 23 Industrieländern ab. Besonders lukrativ sind solche ETFs, bei denen die etwaige Dividenden wieder im Fondsvermögen angelegt werden. Über die Laufzeit stellt sich somit eine Art Zinseszins-Effekt ein, berichtet das Portal. Die Exchange Trading Funds eignen sich also bestens, um langfristig Vermögen aufzubauen. Im Hinblick auf die private Altersvorsorge gilt also: Je früher investiert wird, desto höher die Ersparnis beim Eintritt in die Rente. Insbesondere Frauen sollten sich bereits früher mit der Altersvorsorge befassen und Geld für die Rente sparen.

Im Einzelfall sollten sich Anleger:innen aber stets einen Überblick den ETF-Markt verschaffen. Der Handel mit den Indexfonds boomt, demnach gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, Geld zu investieren. Wer keine Lust hat, sich intensiver mit dem Kauf von solchen Indexfonds zu beschäftigen, dem stehen auch die Filial- und Direktbanken zur Verfügung. Der Anleger muss dann nur noch über den ETF und die Summe der Investition entscheiden. Alles weitere übernimmt die Bank. (Yannick Wenig)*fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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