Flüge nach Britannien in Gefahr

Ryanair warnt: Brexit könnte Flugverkehr lahmlegen

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Ein Ryanair-Flugzeug am dem Flughafen Frankfurt-Hahn

London - Ein Flug nach London - das ist für viele Deutsche Alltag. Der Brexit könnte die Verbindung aber für Tage, Wochen oder gar Monate unterbrechen, warnt Ryanair.

Die irische Fluggesellschaft Ryanair warnt vor drastischen Brexit-Folgen für den Luftverkehr. Zeitweise könnten Flugverbindungen zwischen Großbritannien und der restlichen EU komplett eingestellt werden, kündigte Ryanair-Finanzchef Neil Sorahan am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in London an. „Wir müssen uns auf ein Szenario einstellen, in dem man heute zwischen Großbritannien und der EU hin- und herfliegen kann und morgen nicht mehr“.

Die Billigflug-Airline geht davon aus, dass sich die Europäische Union und Großbritannien während der zweijährigen Austrittsgespräche auf ein neues Abkommen zum Flugverkehr einigen. Da aber anschließend die Zustimmung etlicher nationaler Parlamente notwendig sei, könnte eine Lücke entstehen. „Ob das für ein paar Tage ist, ein paar Wochen oder Monate weiß derzeit niemand“, sagte Sorahan.

Ryanair könnte auf innerbritische Linien aufgeben

Die Fluggesellschaften drängen darauf, schnell Klarheit über ein neues Abkommen für den Flugverkehr zwischen der EU und Großbritannien zu schaffen. Die Branche plant immer schon ein Jahr im voraus. Jüngst wurde bereits über ein Scheitern der Brexit-Verhandlungen spekuliert.

Für innerbritische Flüge müsste Ryanair, das seinen Sitz in Dublin hat, künftig eine Lizenz beantragen. Sorahan schloss nicht aus, dass die Fluggesellschaft stattdessen auch ganz auf Inlandsflüge im Vereinigten Königreich verzichten könnte. „Das macht weniger als zwei Prozent unserer Kapazitäten aus“, sagte Sorahan.

dpa

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