Internes Dossier

Schlechte Stimmung bei Audi: Manager beklagen „desaströse Nicht-Entscheidungen“

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Ein Mitarbeiter montiert am 28.02.2014 in der Produktion im Audi-Werk in Ingolstadt (Bayern) eine Stoßstange an einem Audi A3.

Bei Audi gibt es dicke Luft: Manager des Autobauers äußern nach einem Bericht der „Bild am Sonntag“ in einem internen Papier harsche Kritik am Vorstand und an Chef Rupert Stadler.

„Vom Vorstand gibt es keine Signale zu Aufbruch, Veränderung, Zukunftsfähigkeit. Desaströse Nicht-Entscheidungen frustrieren die Mitarbeiter“, zitiert die Zeitung aus dem Dossier, das in Wolfsburger Führungsetagen kursieren soll. Der VW-Tochter war zuvor vorgeworfen worden, aktiv in den Abgas-Skandal verwickelt gewesen zu sein. Zudem fährt man der Konkurrenz Daimler und BMW aktuell hinterher.

Über Vorstandschef Stadler heißt es laut „Bild am Sonntag“ in dem vertraulichen Papier: „Keine Visionen, kein strategisches Zielbild. Nach fast zehn Jahren an der Spitze unglaubwürdig als zupackender Veränderer.“ Es reiche aber nicht, Stadler abzulösen. Auch andere Vorstände müssten gehen.

Audi-Sprecher distanziert sich

Ein Audi-Sprecher sagte der Zeitung dazu: „Vom Inhalt distanzieren wir uns, Pläne zur Ablösung Stadlers dementieren wir.“ Der Kommunikationschef des Mutterkonzerns Volkswagen, Hans-Gerd Bode, urteilte, die Äußerungen zeugten nicht davon, dass dort qualifizierte Mitarbeiter zu Wort kommen. „Wir distanzieren uns ausdrücklich von den dort getroffenen Aussagen.“

dpa

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