Börse in Frankfurt

Dax eröffnet nur leicht im Plus

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Ein Händler geht über das Parkett in der Börse in Frankfurt am Main und spiegelt sich dabei in einem Logo des Deutschen Aktienindexes (DAX).

Während die US-Börsen am laufenden Band neue Bestmarken aufstellen, scheint für den deutschen Leitindex selbst das bisherige Jahreshoch von 11 893 Punkten eine zu hohe Hürde zu sein: Er kam er mit einem Plus von 0,10 Prozent auf 11 805,88 Punkte kaum vom Fleck.

Frankfurt/Main - Der Dax verliert gegenüber der Wall Street zunehmend den Anschluss. Während die US-Börsen am laufenden Band neue Bestmarken aufstellen, scheint für den deutschen Leitindex selbst das bisherige Jahreshoch von 11 893 Punkten eine zu hohe Hürde zu sein: Am Donnerstagvormittag sank er um 0,19 Prozent auf 11 771,99 Punkte.

Zur Wochenmitte hatten dem Dax zwischenzeitlich weniger als 50 Punkte zu seinem Jahreshoch gefehlt. Doch dann schmolzen die Gewinne zusammen - nach einem kurzen Rutsch in negatives Terrain rettete der Index nur dank des Rückenwinds von der Wall Street ein knappes Plus ins Ziel.

Auch die anderen Indizes präsentierten sich am Donnerstag recht lethargisch: Der MDax der mittelgroßen Unternehmen verlor 0,40 Prozent auf 23 226,54 Punkte, während der SDax der geringer kapitalisierten Werte mit einem Plus von 0,09 Prozent auf 10 017,32 Punkte seinen Höhenflug fortsetzte - beide Indizes hatten schon am Mittwoch weitere Rekorde aufgestellt. Für den Technologiewerte-Index TecDax ging es zuletzt um 0,13 Prozent auf 1892,31 Zähler hoch. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 0,23 Prozent auf 3316,00 Punkte.

Im späteren Handelsverlauf könnten noch die Veröffentlichung des jüngsten Sitzungsprotokolls der Europäischen Zentralbank (EZB) und aus den USA der Stimmungsindikator Philly-Fed-Index sowie Häusermarktdaten für etwas Schwung sorgen. Im Mittelpunkt standen einmal mehr die jüngsten Unternehmens-Geschäftszahlen.

Bei den Lufthansa-Aktionären hielt die Freude über eine Teillösung im Gehaltsstreit mit den Piloten an: Die Papiere der Fluggesellschaft gewannen fast 3 Prozent, was den Spitzenplatz im Dax sowie den höchsten Kurs seit Mai vergangenen Jahres bedeutete.

Aktien der Deutschen Börse legten um knapp 1 Prozent zu. Der Frankfurter Börsenbetreiber habe im vergangenen Jahr besser als von ihm und vom Markt erwartet ausgefallen, lobte Analyst Philipp Häßler von der Investmentbank Equinet. Dagegen enttäusche der Ausblick auf 2017 etwas. Der wesentliche Kurstreiber bleibt laut Börsianern aber die geplante Fusion mit dem Wettbewerber London Stock Exchange (LSE).

Dagegen zollten die Anteilsscheine von Commerzbank und Deutsche Bank ihrer jüngsten Zwischenerholung Tribut: Mit Kursverlusten von jeweils mehr als 1 Prozent gehörten sie zu den schwächsten Werten im hiesigen Leitindex. Ähnlich erging es den im MDax gelisteten Fielmann-Aktien, die seit Anfang Dezember eine bemerkenswerte Kursrally hingelegt hatten und nun um fast 1 Prozent nachgaben.

Mit einem moderaten Minus zeigte sich dort Fuchs Petrolub recht unbeeindruckt von den aktuellen Zahlen. Die endgültigen Jahresresultate des Schmierstoffherstellers entsprächen den im Januar veröffentlichten ersten Indikationen, schrieb Analyst Markus Mayer von der Baader Bank. Zudem sei der Ausblick für 2017 erwartungsgemäß vage ausgefallen.

Im SDax erfreute Takkt die Anleger mit einem Kursanstieg von über 1 Prozent. Der auf Büroausstattung spezialisierte Versandhändler konnte seinen Jahresumsatz und den Gewinn deutlich steigern und will die Dividende anheben.

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