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Siltronic: Münchner Chip-Zulieferer übertrifft Erwartungen

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Ein Mitarbeiter der Siltronic AG bei der Herstellung von Siliziumscheiben.
Ein Mitarbeiter der Siltronic AG bei der Herstellung von Siliziumscheiben (Archivfoto). © Matthias Schrader/dpa

Trotz der gescheiterten Übernahme zeigt sich der Münchner Chip-Zulieferer Siltronic optimistisch. Der Umsatz ist 2021 um 16 Prozent auf 1,41 Milliarden Euro gestiegen.

München - Der Chip-Zulieferer Siltronic hat die eigenen Erwartungen im abgelaufenen Jahr übertroffen und gibt sich für 2022 nach der gescheiterten Übernahme durch den Konkurrenten Globalwafers* vorsichtig optimistisch.

Siltronic profitiert vom Chip-Boom während der Pandemie

Der Umsatz sei 2021 um 16 Prozent auf 1,41 Milliarden Euro gestiegen, teilte der Hersteller von Siliziumscheiben (Wafern) für die Chip-Produktion am Mittwoch in München mit. Das operative Ergebnis schnellte um 40 Prozent auf 466 Millionen Euro nach oben. Die operative Umsatzrendite lag damit bei 33 Prozent. Erwartet hatte Siltronic zuletzt ein Umsatzplus von 15 Prozent und eine Marge von 32 Prozent.

Das Unternehmen profitiert vom weltweiten Chip-Boom in der Corona-Pandemie. Der Absatz sei deutlich gestiegen, die Preise leicht. „Diese positiven Effekte wurden allerdings teilweise von Kostensteigerungen insbesondere im Bereich der Energie- und Frachtkosten aufgezehrt“, erklärte Siltronic.

Siltronic erwartet 2022 deutlich steigende Preise

Die Produktion von Wafern ist sehr energieintensiv. Vorstandschef Christoph von Plotho bedauerte, dass der Verkauf an Globalwafers aus Taiwan am Widerstand der Bundesregierung gescheitert ist. „Das lag nicht in unserer Hand. Wir sehen uns jetzt aber in einer guten Ausgangsposition, auch als selbstständiges Unternehmen weiter erfolgreich zu bleiben.“

Für 2022 plant Siltronic vorsichtig: Das Unternehmen erwarte ein positives Marktumfeld und deutlich steigende Preise, hieß es in der Mitteilung. „Inflationsbedingt deutlich steigende Kosten* werden das Ergebnis aber deutlich belasten.“ (rtr)

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