“Souverän“

So lobt Siemens-Chef Joe Kaeser Angela Merkel

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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) betrachtet eine Merkel-Figur aus dem 3-D-Drucker neben Siemens-Chef Joe Kaeser (Archivbild)

Siemens-Chef Joe Kaeser hat die Politik von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) angesichts der internationalen Turbulenzen als wichtigen Stabilitätsfaktor bezeichnet.

München - Merkel habe Deutschland bei ihrem Besuch in Argentinien wirklich souverän vertreten, lobte Kaeser am Freitag vor der Abreise Merkels nach Mexiko dem ARD-Hauptstadtstudio. Er begleitet die Kanzlerin auf ihrer bis Sonntag dauernden Lateinamerika-Reise.

„Das ist gut für Deutschland“

Auf die Frage, ob er die Politik der Kanzlerin über die Einschätzung als „souverän“ hinaus kommentieren wolle, ergänzte Kaeser: „Ich glaube, das sagt eigentlich alles. Wir haben eine sehr erfahrene Bundeskanzlerin, die auf dem internationalen Parkett sehr geschickt und sehr deutlich aber auch wenn notwendig, umgehen kann.“ Der Siemens-Chef ergänzte: „Das ist gut für Deutschland, das ist gut für die deutsche Wirtschaft. Und ich glaube, das ist nach den doch etwas bewegten Veränderungen in der Politik der letzten Monate auch ein sehr wichtiger Faktor der Stabilität.“

Kaeser sieht Argentinen „im Aufbruch“

Argentinien sei wirtschaftlich gesehen „ein Land im Aufbruch“. Präsident Mauricio Macri setze die angekündigten Reformen behutsam, aber dann doch merklich durch, sagte Kaeser. „Ich bin mit dem Ergebnis eigentlich sehr zufrieden.“ Nach 30 Jahren Herrschaft eines schwierigen Regimes müsse die Gesellschaft darauf vorbereitet werden, dass Reformen nicht ohne Einschnitte vonstatten gingen, sagte Kaeser. Die Aufhebung von Subventionen im Energie- und Infrastrukturbereich habe zu großer Unruhe geführt. „Aber Reformen sind immer am Anfang schmerzhaft“, und wenn sie gut seien, am Ende dann auch sehr positiv.

Argentinien brauche Unterstützung im Infrastrukturbereich, etwa im Energie- Mobilitäts- und Logistiksektor, sagte der Siemens-Chef. Er hatte bereits im vergangenen Jahr angekündigt, dass Siemens den Umsatz im Land bis 2020 verdoppeln und dort bis zu vier Milliarden Euro investieren wolle. „Ich fühle mich nach diesem Besuch noch besser mit dieser Entscheidung“, sagte Kaeser.

dpa

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