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Nach Sonnenblumen- und Rapsöl: Jetzt werden auch Butter und Käse teurer

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Von: Patricia Huber

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Ein Stück Butter liegt auf einer Butterschale auf einem Küchentisch.
Die hohe Nachfrage nach Speiseöl lässt nun auch den Butterpreis steigen. © Patrick Pleul/dpa

Der Ukraine-Krieg hat die Preise für Speiseöle in die Höhe getrieben. Nun scheinen Verbraucher vermehrt zur Butter zu greifen. Die Preise für das Milchprodukt steigen.

Kempten - Seitdem Speiseöl in den Supermärkten immer häufiger vergriffen ist, scheinen Verbraucher vermehrt Butter zu kaufen. Der Ukraine-Krieg* und die daraus resultierenden Panik-Hamsterkäufe bei Sonnenblumen- und Rapsöl treiben deshalb nun auch die Preise für die Butter nach oben. Das Problem: Das Angebot ist deutlich geringer als die Nachfrage und die Milchbauern müssen für Energie, Futter und Dünger deutlich mehr bezahlen.

Butterpreise: Milchprodukte so teuer wie lange nicht

Laut Angaben der Lebensmittelzeitung liegen die Preise für Milchprodukte auf dem zweithöchsten Niveau seit dem Frühjahr 2013. Butter kostet nun bereits über sieben Euro pro Kilogramm. An der Süddeutschen Butter- und Käsebörse in Kempten liegt der Preis für das Kilo abgepackte Butter aufgrund des laufenden Kontrakts noch zwischen 5,94 Euro und 6,14 Euro. Die lose Butter kam vergangene Woche bereits auf 7,10 Euro pro Kilo.

Wenn mit dem neuen Butterkontrakt auch die Preise für die abgepackten Portionen steigen, könnte der Lebensmitteleinzelhandel diese auf seine Kunden umlegen. Somit könnte die 250-Gramm-Packung schon im Mai über zwei Euro kosten. Im Marktbericht der Butter- und Käsebörse vom 23. März heißt es: „Es laufen zurzeit die Verhandlungen mit dem Lebensmitteleinzelhandel*, wobei die Richtung nach oben klar ist.“

Käsepreis steigt auch: Nachfrage größer als das Angebot

Aber nicht nur bei der Butter wird ein Preisanstieg erwartet. Auch Käse könnte deutlich teurer werden. „Im Bereich Schnittkäse übersteigt definitiv die Nachfrage das aktuelle Angebot“, heißt es im Bericht. Die Bestände in den Reifelagern* sind derzeit gering, weshalb zusätzliche Anfragen nicht bedient werden können. Bei den Lieferungen kommt es immer öfter zu Verzögerungen und Streichungen. (ph) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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