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Sparkassen und Volksbanken mit wichtiger Änderung - Sie betrifft mehr als zwei Millionen Kunden

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Von: Lisa Mayerhofer

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Sparkassen und Volksbanken planen ab Sommer weitreichende Änderungen im Online-Banking. Über zwei Millionen Kunden müssen sich dann auf ein neues Bezahlverfahren einstellen.

Frankfurt - Kunden können sich beim Online-Banking* mit unterschiedlichen Verfahren authentifizieren. Die Verifizierung per SMS-Tan, auch mobile Tan genannt, stand dabei schon länger in der Kritik: So warnt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vor der Verwendung dieses Verfahrens. Die Sparkassen und Volksbanken ziehen daraus die Konsequenzen und wollen das SMS-Tan-Verfahren laut einem Handelsblatt-Bericht voraussichtlich Ende Sommer komplett einstellen.

Volksbanken und Sparkassen wollen auf SMS-Tan verzichten

Finanz Informatik und Atruvia, die IT-Dienstleister der Sparkassen und Volksbanken, führten als Gründe vor allem Kosten- und Sicherheitsfragen an. So sei das über die App funktionierende Push-Tan-Verfahren nicht nur viel günstiger, als eine SMS zu verschicken, sondern auch sicherer.

„Tans, die per SMS versendet werden, können theoretisch durch Dritte abgefangen werden. Zudem besteht bei einem Diebstahl des Handys die Möglichkeit, dass das Tan-Verfahren recht einfach genutzt werden kann“, sagte Volksbanken-Dienstleister Atruvia dem Handelsblatt.

Insgesamt 2,4 Millionen Kunden der Volksbanken und Sparkassen nutzen noch das SMS-Tan-Verfahren. Dabei kann es natürlich sein, dass bei ein paar Volksbanken oder Sparkassen das Verfahren nicht mehr angeboten wird, während andere es noch nutzen. Atruvia will mit den Volksbanken dieses Verfahren* nun „bis Mitte 2022“ ablösen. Sparkassen-Dienstleister Finanz-Informatik plant ebenso laut Handelsblatt, das SMS-Tan-Verfahren Mitte des Jahres abzuschalten: „Die Kunden haben also noch etwa sechs Monate Zeit, auf andere Verfahren zu wechseln.“

Verbraucherzentrale warnt vor Phishing-Mails an Sparkassen-Kunden

Betroffene Sparkassen-Kunden sollten aber bei einer Benachrichtigung ihrer Bank nicht voreilig reagieren, sondern sie erst einmal sorgfältig auf Echtheit überprüfen: Momentan sind wieder Phishing-Mails im Umlauf. Laut Verbraucherzentrale tragen die Mails den Betreff „Änderung an den Richtlinien“ und richten sich an die Kunden der Sparkasse.

Über einen Link werden darin von Betrügern Daten abgefragt. Die Verbraucherzentrale warnt: „Weder die Sparkasse, noch eine andere Bank, wird über einen Link in einer E-Mail sensible Kundendaten abfragen. Verschieben Sie auch diesen Phishing-Versuch unbeantwortet* in den Spamordner, um sich vor Datenmissbrauch zu schützen.“

*Merkur.de und Ruhr24.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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