Verdacht auf Untreue 

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen früheren BER-Geschäftsführer

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Der Berliner Großflughafen ist noch nicht in Betrieb genommen worden. 

Der geplante Flughafen BER kommt nicht aus den negativen Schlagzeilen. Offenbar wird nun gegen einen ehemaligen Geschäftsführer ermittelt. 

Der Berliner Pannenflughafen BER wird von einem neuen Skandal erschüttert. Wie die Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg (FBB) am Dienstag mitteilte, ermittelt die Staatsanwaltschaft Cottbus gegen einen ehemaligen Geschäftsführer wegen des Verdachts der Untreue. Der RBB und die "Bild"-Zeitung berichteten übereinstimmend, bei dem Beschuldigten handele es sich um den früheren BER-Technikchef Horst Amann.

Ermittlungen noch nicht abgeschlossen

Die Flughafengesellschaft bestätigte, dass es bei den Ermittlungen um einen Vorgang aus dem Jahr 2012 gehe. Amann war im August desselben Jahres unter dem damaligen Flughafenchef Hartmut Mehdorn angestellt worden. "Es geht um Vorgänge im Zusammenhang mit der Firma Imtech", sagte Oberstaatsanwältin Petra Hedwig der "Bild". Die Ermittlungen seien nicht abgeschlossen.

Amann drohen bei einer Verurteilung bis zu fünf Jahre Haft. Zudem behält sich die Flufhafengesellschaft eigene rechtliche Schritte vor.

Inbetriebnahme des BER wiederholt verschoben 

Die Bautechnikfirma Imtech war im Sommer 2015 insolvent gegangen, was zu zusätzlichen Verzögerungen auf der Baustelle des künftigen Hauptstadtflughafens geführt hatte. Im selben Jahr war ein früherer FBB-Angestellter angeklagt worden, weil er sich von Imtech-Mitarbeitern bestechen ließ. Er wurde im September 2016 zu einer Haftstrafe verurteilt.

Die ursprünglich für das Jahr 2011 geplante Inbetriebnahme des BER ist wiederholt verschoben worden. Als Ursache gelten Missmanagement, Fehlplanungen sowie Pfusch am Bau. Derzeit wird eine Eröffnung für das kommende Jahr anvisiert.

afp

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