Bieterkrieg

Stada-Großaktionär AOC dringt auf maximalen Verkaufspreis

+
PDer US-Finanzinvestor Advent hatte am Donnerstag ein erstes verbindliches Angebot für eine komplette Übernahme des Pharmakonzerns mit Frist bis Montag vorgelegt. Foto: Frank Rumpenhorst

Bad Vilbel (dpa) - Der Stada-Großaktionär AOC pocht im Bieterrennen um den Pharmakonzern auf einen möglichst hohen Preis. "Wir verlangen, dass sowohl der Vorstand als auch der Aufsichtsrat einen unvoreingenommenen, transparenten und strukturierten Verkaufsprozess einleiten", erklärte AOC.

Beide Gremien müssten den derzeit bietenden Finanzinvestoren erlauben, eine Prüfung der Stada-Bücher durchzuführen sowie einen Zeitplan für den Prozess vorlegen. Der Aufsichtsrat um Chef Carl Ferdinand Oetker müsse gewährleisten, dass den Aktionären das höchste Gebot vorgelegt werde.

Der US-Finanzinvestor Advent hatte am Donnerstag ein erstes verbindliches Angebot für eine komplette Übernahme des Pharmakonzerns mit Frist bis Montag vorgelegt. Er bietet 58 Euro je Aktie plus die Dividende für 2016. Die Offerte stehe unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Stada-Vorstands.

Damit hatte Advent den britischen Investor Cinven und einen dritten, unbekannten Bieter übertrumpft, die unverbindliche Offerten für den MDax-Konzern eingereicht hatten. AOC wandte sich gegen eine schnelle Festlegung auf Advent: "Eine Gleichbehandlung aller seriösen Interessenten ist durch das Management sicherzustellen".

Während Stada-Chef Matthias Wiedenfels sich in der Vergangenheit prinzipiell offen für einen Verkauf gezeigt hatte, gilt der Aufsichtsrat als skeptischer. Er hatte zuletzt einen Ausschuss gegründet, um einen "engen Austausch" mit dem Vorstand sicherstellen. AOC war 2016 bei Stada eingestiegen und hatte auf Verbesserungen des Geschäftsmodells gedrängt.

Mitteilung Stada

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Online-Handel beflügelt das Weihnachtsgeschäft

Der Kauf von Geschenken im Internet wird immer beliebter, die Einzelhändler erwarten für das Weihnachtsgeschäft hier zweistellige Wachstumsraten. In den Innenstädten …
Online-Handel beflügelt das Weihnachtsgeschäft

Studie bestätigt Gehaltslücken zwischen Männern und Frauen in Unternehmensspitzen

Frauen verdienen als Führungskräfte in deutschen Unternehmen im Schnitt fast ein Drittel weniger als Männer. Das bestätigte nun ein neue Studie. 
Studie bestätigt Gehaltslücken zwischen Männern und Frauen in Unternehmensspitzen

Protest gegen Stellenabbau bei Teva

Der Teva-Konzern aus Israel ist ein global vernetztes Unternehmen - er kontrolliert auch den deutschen Medikamenten-Hersteller Ratiopharm. Die vorgesehenen Jobkürzungen …
Protest gegen Stellenabbau bei Teva

Online-Handel beflügelt das Weihnachtsgeschäft

Immer mehr Menschen kaufen ihre Geschenke online. Das zeigen auch die neusten Zahlen der Einzelhändler. Ein Problem für die Läden in den Städten.  
Online-Handel beflügelt das Weihnachtsgeschäft

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.