Friedensnobelpreisträger verurteilt Investitionen

Studie: Deutsche Banken investieren Milliarden in Atomwaffen

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Eine neue russische Waffe soll unbesiegbar sein.

Die Welt investiert mehr und mehr in die atomare Rüstung. Eine mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnete Organisation beklagt das Vorgehen. Geld kommt auch Deutschland.

Die mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnete Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (Ican) beklagt zunehmende Investitionen in die atomare Rüstung. Im vergangenen Jahr seien 525 Milliarden Dollar (422 Milliarden Euro) an Unternehmen geflossen, die an der Produktion von Atomwaffen beteiligt sind, hieß es in einem am Mittwoch vorgestellten Bericht von Ican und der Friedensgruppe Pax. Dies sei ein Anstieg von 81 Milliarden Dollar im Vergleich zu 2016.

Ican-Direktorin Beatrice Fihn beklagte ein "neues atomares Wettrüsten", das den Profitinteressen der Rüstungsindustrie diene und die Sicherheit der Welt gefährde. In der Untersuchung wird unter anderem auf den Konflikt um Nordkoreas Atomwaffenprogramm verwiesen. "Wer sich gefragt hat, wer von Donald Trumps Drohungen mit einem Atomkrieg profitiert, findet in diesem Bericht die Antwort", sagte Fihn.

Die Statistik umfasst 20 führende Konzerne, die an Rüstungsgeschäften mit den Atommächten USA, Großbritannien, Frankreich und Indien beteiligt sind, darunter Lockhead Martin, Boeing, Airbus und BAE Systems.

Großteil der Investitionen aus den USA

Die Produktion von Atomwaffen in China, Nordkorea, Israel, Pakistan und Russland wurde laut Ican nicht beleuchtet, da dort kaum Privatfirmen beteiligt seien.

Die Auflistung sei der Versuch, diejenigen Privatunternehmen zu benennen, die am stärksten in den atomaren Rüstungskomplex involviert seien, heißt es in der Studie.

Konflikt um Atomprogramm: Südkorea sieht die USA am Zug

Demnach stammt ein Großteil der Investitionen aus den USA. Alleine die drei US-Unternehmen BlackRock, Vanguard und Capital Group steuerten den Angaben zufolge 110 Milliarden Dollar bei. Zugleich hob Ican 63

Zehn Milliarden Dollar aus Deutschland

Die Süddeutsche Zeitung berichtet zudem, dass auch deutsche Banken und Versicherer knapp zehn Milliarden Dollar in Atomwaffen investieren. Den größten Anteil habe die Deutsche Bank, die laut Ican rund 6,6 Milliarden Dollar investiert haben soll. Es folgen die Commerzbank und ein Investmentbereich der Allianz, die auch jeweils über eine Milliarde Dollar investiert haben sollen.

Unbesiegbare Waffe? Raketenforscher zweifelt an Putins Atomwaffenplänen

Eine deutliche Steigerung der Investitionen habe es bei der DZ-Bank, einem Gemeinschaftsunternehmen der Volksbanken, gegeben. Aus 66 Millionen Dollar 2016 seien im vergangenen Jahr 470 Millionen Dollar geworden. Der Betrag sei zum Großteil in Northrop Grummann, einen US-Rüstungshersteller, geflossen. 

AFP/ses

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