Studie: Kleinere Busfirmen profitieren von Fernbusgeschäft

+
Inzwischen beherrscht Flixbus den Markt für Fernbusse mit rund 80 Prozent Anteil. Foto: Julian Stratenschulte

Berlin (dpa) - Mittelständische Busunternehmen profitieren einer Studie zufolge von der Liberalisierung des Fernbusmarkts - trotz des harten Preiskampfs.

Wie aus der Analyse des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) hervorgeht, haben die Partnerfirmen der großen Fernbusanbieter im Jahr vor der Freigabe am 1. Januar 2013 noch Verlust gemacht. 2014 erreichten sie jedoch die Gewinnschwelle: Das Betriebsergebnis (Ebit) stieg auf 12,2 Millionen Euro. Die Entwicklung der Spritpreise wurde den Angaben nach berücksichtigt. Über die Analyse hatte zuerst das "Handelsblatt" (Montag) berichtet.

Zudem legte der Umsatz der untersuchten 300 Subunternehmen zwischen 2012 und 2014 im Durchschnitt um 18 Prozent zu auf 4,3 Millionen Euro pro Betrieb. Wegen der steigenden Fahrgastzahlen erhöhe sich die Auslastung der Busse, erklärte DSGV-Branchenexperte Stefan Hauschild. "Der intensive Preiswettbewerb, den sich die großen Anbieter liefern, wird also nicht unverhältnismäßig auf dem Rücken der kleinen Subunternehmen ausgetragen."

Nach der Öffnung des Fernbusverkehrs hat ein harter Preiswettbewerb die Zahl der Anbieter reduziert. Inzwischen beherrscht Flixbus den Markt mit rund 80 Prozent Anteil. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben rund 200 selbstständige Partnerfirmen, die seine Busse betreiben. Zuletzt war bekanntgeworden, dass mehrere Subunternehmer die Kooperation mit Flixbus wegen hoher Verluste beendet haben.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Post mit Millionen erfundenen Briefen betrogen

Bonn/Frankfurt (dpa) - Die Deutsche Post ist mit Millionen erfundenen Briefen betrogen worden. Die Staatsanwaltschaft ermittele in dem Fall, sagte ein Postsprecher.
Post mit Millionen erfundenen Briefen betrogen

Noch 30 "technische Risiken" in BER-Fluggastterminal

Berlin (dpa) - In dem noch nicht fertiggestellten Fluggastterminal des neuen Hauptstadtflughafens BER in Schönefeld bestehen derzeit etwa 30 "technische Risiken" von …
Noch 30 "technische Risiken" in BER-Fluggastterminal

Post bei Brief-Rabattzahlungen um bis zu 100 Millionen Euro betrogen

Die deutsche Post ist offenbar um eine hohe Millionensumme betrogen worden. Es geht um Rabattzahlungen bei gebündelten Briefen. Drei Beschuldigte sitzen bereits hinter …
Post bei Brief-Rabattzahlungen um bis zu 100 Millionen Euro betrogen

Flughafen BER: Noch 30 „technische Risiken“ in Fluggastterminal

Nach elf Jahren Bauzeit werden die Mängel am Hauptstadtflughafen BER nach und nach beseitigt. Aktuell sollen im Fluggastterminal noch 30 „technische Risiken“ bestehen.
Flughafen BER: Noch 30 „technische Risiken“ in Fluggastterminal

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.