Abomodell für Zweiräder

Swapfiets will E-Mopeds testen und expandiert

Das Logo des Unternehmens Swapfiets. Das Fahrrad-Abo-Unternehmen will in weitere Länder expandieren. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa
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Das Logo des Unternehmens Swapfiets. Das Fahrrad-Abo-Unternehmen will in weitere Länder expandieren. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Mit seinem Abomodell für Fahrräder besetzt Swapfiets eine Nische. Das niederländische Unternehmen will seine Flotte künftig auch um E-Mopeds erweitern und nimmt weitere europäische Länder in den Blick.

Berlin (dpa) - Das vor mehr als einem Jahr in Deutschland angetretene Fahrrad-Abo-Unternehmen Swapfiets testet in Berlin inzwischen auch E-Mopeds und will in weitere Länder expandieren.

"Es gibt in der Stadt unterschiedliche Entfernungen, für die die Menschen unterschiedliche Angebote nutzen", sagte Geschäftsführer Marc van Pappelendam der Deutschen Presse-Agentur. "Für kurze Strecken gibt es die E-Tretroller, für längere Strecken das Fahrrad. Und wenn man noch weiter fahren will, bietet sich ein E-Moped an."

Während das Unternehmen Tretroller auf Abo-Basis bereits anbietet, gehören die elektrischen Scooter bislang noch nicht zum festen Bestandteil der Plattform. Seit einigen Tagen wird der Verleih in Berlin getestet. Wie schon beim Swapfiets-Kerngeschäft Fahrrad stehen die Fahrzeuge nur über ein Abo zur Verfügung. Für eine monatliche Gebühr können die Kunden sie nutzen, als wären es ihre eigenen. Geht etwas kaputt, repariert ein Mitarbeiter entweder vor Ort oder tauscht die Fahrzeuge aus.

In Deutschland startete das niederländische Unternehmen im Frühjahr vergangenen Jahres. Inzwischen bietet es seine Fahrräder mit dem blauen Vorderreifen in 29 deutschen Städten an - und besetzt mit dem Verleihmodel eine Nische. Unternehmen wie die Deutsche Bahn oder Nextbike setzen mit ihren Fahrrädern auf kurzfristige Fahrten etwa zum Bahnhof. Diese Räder werden per App auf- und abgeschlossen und in der Regel an festen Stationen wieder abgestellt. Häufig arbeiten sie dafür eng mit den Kommunen zusammen.

"Zu unserer Zielgruppe gehörten zunächst vor allem Studenten, die etwa in einer neuen Stadt ein eigenes Rad haben wollten", sagt van Pappelendam. Inzwischen richte sich der Fokus stärker auf junge Berufstätige, die häufig in unterschiedlichen Städten arbeiteten. Die durchschnittliche Verleihdauer bei den Rädern liege in etwa bei einem halben Jahr. 50.000 Kunden hat das Unternehmen hierzulande.

Ein Vorteil für Swapfiets: Dadurch, dass die Nutzer die Fahrräder und E-Tretroller für eine gewisse Zeit quasi besitzen, bedarf es keiner Genehmigung von den Kommunen zum Aufstellen im öffentlichen Bereich. Gleichzeitig will das Unternehmen damit das Problem umgehen, dass die Fahrzeuge herumstehen und Gehwege versperren.

Bislang gibt es den Dienst in den Niederlanden, Deutschland, Dänemark und Belgien. Kürzlich kündigte Swapfiets an, auch nach London, Paris und Mailand expandieren zu wollen.

© dpa-infocom, dpa:200704-99-669411/2

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