Manager angeklagt

Takata zahlt Milliardenstrafe im Airbag-Skandal

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Das Werk des Automobilzulieferers Takata in Aisho, Japan. Foto: Kimimasa Mayama

Milliardenstrafe und Schuldgeständnis: Seine defekten Airbags kommen den japanischen Zulieferer Takata im Rechtsstreit mit den US-Behörden teuer zu stehen. Während das Unternehmen den Fall mit einem Vergleich beilegen kann, bleiben drei Manager im Visier der US-Justiz.

Detroit/Washington (dpa) - Der japanische Autozulieferer Takata hat sich mit der US-Justiz auf einen Vergleich im Streit um defekte Airbags geeinigt.

Das Unternehmen habe kriminelle Vergehen eingestanden und zahle Strafen in Höhe von 1,0 Milliarden Dollar (940 Mio Euro), teilte das US-Justizministerium mit. Zudem wurden Strafanzeigen gegen drei Manager gestellt.

Den langjährigen Takata-Angestellten wird Betrug und Verschwörung vorgeworfen. Die laut Anklageschrift bis 2015 in Japan und den USA für das Unternehmen tätigen Mitarbeiter sollen mit manipulierten Testergebnissen bewusst die Risiken mangelhafter Airbags verschleiert haben, die mit mehreren tödlichen Unfällen in Zusammenhang stehen.

"Autozulieferer, die Produkte zum Schutz der Verbraucher vor Verletzungen oder tödlichen Unfällen verkaufen, müssen die Sicherheit vor den Profit stellen", erklärte Bundesanwältin Barbara McQuade aus Michigan. "Wenn sie sich stattdessen für Betrug entscheiden, werden wir die verantwortlichen Personen und Unternehmen zur Rechenschaft ziehen." Die US-Justiz wirft Takata vor, über ein Jahrzehnt lang systematisch Ergebnisse von Sicherheitstests manipuliert zu haben.

Das Unternehmen äußerte sich zunächst nicht zu dem Vergleich. Defekte Airbags des japanischen Zulieferers machen der Autoindustrie schon seit Jahren zu schaffen. Die Mängel haben in den USA zum Rückruf von fast 70 Millionen Airbags geführt. 42 Millionen Fahrzeuge diverser Hersteller sind betroffen. Die US-Verkehrsaufsicht geht von mindestens elf Todesfällen und 184 Verletzten in den Vereinigten Staaten aus, die im Zusammenhang mit dem Problem gebracht werden.

DOJ-Mitteilung

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