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Verschollener Tengelmann-Chef: Haub-Bruder zieht Antrag auf Todeserklärung überraschend zurück

Gedenken an den in den Alpen verschollenen Karl-Erivan Haub, Vorstandsvorsitzender von Tengelmann. Auch ein Jahr nach dem Verschwinden von Ex-Tengelmann-Chef Haub halten Schweizer Bergretter noch Ausschau nach de...
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Karl-Erivan Haub: Der damalige Tengelmann-Chef war 2018 am Matterhorn unter mysteriösen Umständen verschollen.

Im April 2018 war der milliarden-schwere Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub unter mysteriösen Umständen verschollen. Sein Bruder wollte ihn offiziell für tot erklären lassen - jetzt zog er den Antrag zurück.

Köln - Der Mitgesellschafter der Unternehmensgruppe Tengelmann, Georg Haub, hat den Antrag auf Todeserklärung für seinen Bruder Karl-Erivan offenbar überraschend zurückgezogen. Das berichtet die WAZ unter Berufung auf das Amtsgericht Köln. Das Verfahren solle aber zunächst fortgeführt werden, hieß es.

Karl-Erivan Haub, einer der reichsten Deutschen, war Anfang April 2018 allein zu einer Skitour aufgebrochen und nicht zurückgekehrt. Auch eine großangelegte Suchaktion nach dem damals 58-jährigen Unternehmer blieb erfolglos. Die Familie ging davon aus, dass er am Klein Matterhorn bei Zermatt in der Schweiz tödlich verunglückt war. In der Unternehmensgruppe Tengelmann hatte daraufhin Haubs jüngerer Bruder Christian die alleinige Geschäftsführung übernommen.

Der Vorgang hatte in dem Familienimperium, zu dem unter anderem die Baumarktkette Obi und der Textildiscounter KiK gehören einen Kampf um Macht und Milliarden ausgelöst. Der geschäftsführende und persönlich haftende Tengelmann-Gesellschafter Christian Haub hatte der Ehefrau seines verschwundenen Bruders, Katrin Haub, nach eigenen Angaben 1,1 Milliarden Euro für die Firmenanteile des Verschollenen angeboten.

Haubs Bruder Georg hatte im vergangenen Oktober beim Amtsgericht Köln ein Verfahren zur Todeserklärung eingeleitet. Die entsprechenden Anträge von „Christian Haub und der Unternehmensgruppe Tengelmann“ würden jedoch aufrecht erhalten, berichtet die WAZ unter Berufung auf einen Sprecher des Amtsgerichts Köln. (dpa/utz)

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