Fraport-Verkehrszahlen 2016

Terrorangst und Streiks bremsen Frankfurter Flughafen

Frankfurt/Main - Weniger Passagiere an Deutschlands größtem Flughafen: Vor allem Streiks und die Angst vor Terroranschlägen haben dem Frankfurter Flughafen 2016 einen Rückgang eingebrockt. 

Der Frankfurter Flughafen vermeldet für das Jahr 2016 einen Passagierrückgang im Vergleich zum Vorjahr. An Deutschlands größtem Airport zählte der Flughafenbetreiber Fraport im abgelaufenen Jahr knapp 60,8 Millionen Passagiere und damit 0,4 Prozent weniger als im Rekordjahr 2015, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Ursache sind vor allem häufige Streiks und die Angst vor Terroranschlägen bei den Reisenden.

Minus geringer als erwartet

Damit fiel das Minus aber geringer aus als noch zuletzt vom Vorstand erwartet. Nachdem die Passagierzahlen im Dezember wieder um 3,9 Prozent auf ein Rekordniveau zulegten, rechnet Fraport-Chef Stefan Schulte für 2017 mit einer Rückkehr auf den Wachstumspfad. Ohne die streik- und witterungsbedingten Flugausfälle wäre das Passagiereinkommen auch 2016 wohl um 0,4 Prozent gewachsen, schätzt der M-Dax-Konzern.

Plus beim Cargo-Geschäft

Das lange gebeutelte Cargo-Geschäft legte dank des Schlussspurts auch im Gesamtjahr zu. Im Dezember wuchs die Post- und Luftfrachtmenge um 8,2 Prozent. Für das Gesamtjahr stand damit ein Plus von 1,8 Prozent auf 2,1 Millionen Tonnen zu Buche. Bei den internationalen Beteiligungen lag erneut das türkische Antalya unter den Vorjahreswerten. Dort seien aber klare Erholungstendenzen zu erkennen, weil seit September wieder Charterflüge aus Russland in die Türkei starten.

dpa

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