Trotz negativen Nachrichten 

Trotz Kritik: Trump ernennt seinen neuen Verteidigungminister

+
Der Interims-Verteidigungsminister Patrick Shanahan soll das Pentagon jetzt dauerhaft leiten. 

Der Interims-Verteidigungsminister Patrick Shanahan soll jetzt dauerhaft das Amt des Pentagon-Chefs ausfüllen. 

Update vom 9. Mai 2019:

Der vorangegangenen Vorwürfe zum Trotz, will US-Präsident Donald Trump den kommissarischen Verteidigungsminister Patrick Shanahan dauerhaft für diesen Posten nominieren. Dies kündigte das Weiße Haus am Donnerstag an. Trump wolle den 56-Jährigen aufgrund seiner „herausragenden Dienste am Land und seiner erwiesenen Führungsqualitäten“ für die Spitze des Pentagon nominieren, teilte das Weiße Haus am Donnerstag mit.

Der frühere Boeing-Manager leitet das Verteidigungsministerium seit vier Monaten, allerdings nur provisorisch. Der Vorgänger Jim Mattis war im Dezember zurücktreten, weil er mit Trumps Kurs in Syrien nicht einverstanden war. Der Präsident hatte damals den vollständigen Rückzug der US-Soldaten aus dem Bürgerkriegsland angekündigt - eine Ankündigung, die er seither aber relativiert hat.

Nächster Boeing-Eklat: Trumps Pentagon-Chef unter Beschuss

Nachricht vom 22. März 2019: Der Interims-Verteidigungsminister wird verdächtigt, das Unternehmen bei der Vergabe von ertragreichen Rüstungsaufträgen bevorzugt zu haben. Die Ermittlungen wurden bereits aufgenommen. Die Anti-Korruptions-Organisation Citizens for Responsibility and Ethics in Washington (CREW) hatte dies in der letzten Woche beantragt. Das Pikante: Shanahan hat eine Vergangenheit beim Unternehmen, der 56-Jährige war über Jahrzehnte als Top-Manager bei Boeing aktiv. 

Konkret soll der Pentagon-Chef bei Treffen des Verteidigungsministeriums vom Luftfahrt-Unternehmen geschwärmt haben. Insbesondere auf die Vorteile gegenüber der direkten Konkurrenz Lockheed Martin soll der 56-Jährige wiederholt aufmerksam gemacht haben.  

Patrick Shanahan: Herabwürdigung der Konkurrenz?

Des Weiteren soll Shanahan sogar versucht haben, die Absatzzahlen seines alten Arbeitgebers direkt zu stärken. Hierfür soll er auf eine Steigerung der Zahl der bestellten F-15X Fighter-Jets gepocht haben. Denn eine Boeing-Tochter beliefert die Air Force mit jenem Modell. 

Ein Bericht der Wirtschaftsagentur Bloomberg am Dienstag untermauert die Anschuldigungen. Demnach sollten statt der üblichen acht Fighter pro Jahr ab sofort 18 bestellt werden. Und das, obwohl die Variante des Mitstreiters offenbar erschwinglicher und moderner ist.  

Der Klage wird im Pentagon nun nachgegangen, wie die Sprecherin Dwrena Allen sagt: „Unser Büro hat entschieden, die Vorwürfe gegen Interims-Verteidigungsminister Patrick Shanahan, denen zufolge er seinen ehemaligen Arbeitgeber Boeing unterstützt und dessen Konkurrenz herabgewürdigt hat, zu untersuchen.“

Auch interessant:  BMW zahlt Mitarbeitern erneut Mega-Prämie

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

DHL kündigt bahnbrechende Neuerung an - zur Freude der Kunden

Stundenlanges Warten auf den Paketboten und am Ende findet man einen Zettel im Briefkasten, dass man angeblich nicht daheim war? Das soll bald vorbei sein - mit …
DHL kündigt bahnbrechende Neuerung an - zur Freude der Kunden

Dax vor Bilanzsaison fast unverändert

Frankfurt/Main (dpa) - Nach seiner jüngsten Stabilisierung ist der Dax am Dienstagvormittag um die Marke von 12.400 Punkten gependelt.
Dax vor Bilanzsaison fast unverändert

Paket-Revolution bei DHL: Müssen wir jetzt nie mehr vergeblich warten?

DHL hat einen Plan ausgearbeitet, durch den sich Kunden und Paketboten seltener „verpassen“. Diese Änderungen könnten eine kleine Revolution sein und das Warten …
Paket-Revolution bei DHL: Müssen wir jetzt nie mehr vergeblich warten?

90 Prozent der Haushalte beschäftigen Putzfrau schwarz

Sie sind heiß begehrt, aber kaum zu bekommen: Reinigungskräfte, die einem bei der Haushaltsarbeit zur Seite stehen. Die meisten davon werden schwarz beschäftigt - was …
90 Prozent der Haushalte beschäftigen Putzfrau schwarz

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.