Studie

Trumps Amtsantritt bedeutet neue Ära für Weltwirtschaft

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Der künftige US-Präsident Donald Trump legt am 20. Januar seinen Amtseid ab. Foto: Christopher Levy

Die Globalisierung ist in die Kritik geraten - der größte Skeptiker ist Donald Trump. Mit seinem Amtsantritt als US-Präsident drehen sich laut Experten die Rädchen der Weltwirtschaft anders. Vor allem Europa habe es künftig schwieriger.

Davos/Zürich (dpa) - Mit der Amtseinführung Donald Trumps als US-Präsident bricht für die Weltwirtschaft einer Studie der Schweizer Großbank Crédit Suisse zufolge eine neue Ära an.

Der Amtseintritt könnte das Ende der Globalisierung bedeuten, wie wir sie kennen, heißt es in der am Donnerstag veröffentlichen Untersuchung "Getting over Globalization". "Damit wäre der Weg frei für den Übergang zu einer multipolaren Weltordnung", sagte Mitautor des Berichts Michael O'Sullivan.

Dabei würden etablierte Machtzentren der Weltwirtschaft wie die USA, Asien mit China als Mittelpunkt und Europa zwar weiterhin dominieren. Andere "Pole" wie die Schwellenländer Indien, Brasilien und Südafrika würden aber an Einfluss gewinnen. Internationale Institutionen wie die Weltbank und die Welthandelsorganisationen stünden zur Diskussion. Eine multipolare Welt bedeute auch ein geringeres Wirtschaftswachstum im Vergleich zur Globalisierung.

Nicht nur die Wahl Trumps zum Präsidenten der Vereinigten Staaten im vergangenen Jahr sei ein Treiber des Wandels, sondern auch das Brexit-Votum. Der beschlossene EU-Austritt Großbritanniens sei ebenso überraschend gekommen und habe ebenso Einfluss gehabt. "Diese beiden Entwicklungen zeigen nicht nur, dass sich die Menschen Veränderung wünschen, sondern auch dass sich die Rädchen im Maschinenraum der Weltwirtschaft nun anders drehen", sagte O'Sullivan.

Vor allem die Europäische Union werde es angesichts des wachsenden Protektionismus und der Entwicklung zu einer multipolaren Welt künftig schwerer haben. Der Union falle es schwer in wirtschaftlichen und finanziellen Fragen, eine einheitliche Politik und Stimme zu präsentieren. "Um konkurrieren zu können, sollte die EU einen besseren Rahmen für ihre Außenpolitik und Wirtschaft entwickeln", schlägt O'Sullivan vor. In diese Hinsicht seien ihr die USA und China weit voraus.

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