Vorteile für beide Unternehmen

Darum trennen sich Tui und Hapag-Lloyd nach zwei Jahrzehnten

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Das Logo des Reiseunternehmens TUI, aufgenommen in Palma de Mallorca (Illustration).

Der weltgrößte Reisekonzern Tui und die Container-Reederei Hapag-Lloyd gehen nach fast 20-jähriger Partnerschaft getrennte Wege.

Hannover/Hamburg - Das kommt beiden Unternehmen zugute: Tui streicht fast 173 Millionen Euro Buchgewinn ein; bei der Reederei schoss der Aktienkurs vor dem Hintergrund einer branchenweiten Fusionswelle in die Höhe. Die Kreuzfahrtlinie Hapag-Lloyd und die Reisebüros gleichen Namens gehören weiterhin zu dem Reisekonzern aus Hannover.

Die Papiere von Hapag-Lloyd stiegen am Dienstag zwischenzeitlich um knapp 12 Prozent auf über 33 Euro. Tui hatte am Montagabend mitgeteilt, dass der Konzern seine verbliebenen 8,5 Millionen Hapag-Aktien verkauft hat, was einem Anteil von 5,2 Prozent entspricht. Schon seit März hatte der Reisekonzern 6,0 Millionen Anteile veräußert - und zusammen mit dem jüngsten Deal netto rund 407 Millionen Euro eingestrichen. Der übrig bleibende Gewinn von 173 Millionen Euro soll in dem Ende September auslaufenden Geschäftsjahr verbucht werden, wie der Konzern am Dienstag ankündigte.

Tui konzentriert sich komplett auf Reisegeschäft

Der angekündigte Ausstieg aus der Reederei gehört zum Umbau bei der Tui, der bereits vor einigen Jahren eingeleitet wurde. Der Konzern konzentriert sich inzwischen komplett auf das Reisegeschäft.

Die Geschichte von Hapag-Lloyd und Tui begann 1997, als der damalige Industriekonzern Preussag den damaligen Reiseanbieter Hapag-Lloyd samt dessen Containergeschäft kaufte. Ein Jahr später übernahm der Industriekonzern Preussag die Touristik Union International - kurz Tui - und benannte sich 2002 selbst in Tui um

dpa

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