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Hamsterkauf eskaliert: Streit um Sonnenblumenöl endet mit Polizeieinsatz

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Von: Patricia Huber

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Leere Speiseöl-Regale
Sonnenblumenöl wird in vielen Supermärkten nur rationiert abgegeben - doch einigen Kunden gefällt das gar nicht. © Anja Cord/Imago Images

Aufgrund des Ukraine-Krieges legen sich immer mehr Menschen einen Vorrat an Sonnenblumenöl an. Nun ist ein Hamsterkauf in Baden-Württemberg eskaliert.

Asperg - Die Deutschen hamstern wieder - dabei kaufen sie vor allem Mehl und Sonnenblumenöl. Das Öl könnte tatsächlich knapp werden, da aufgrund des Ukraine-Krieges wahrscheinlich sowohl Russland als auch die Ukraine als wichtige Exporteure für Sonnenblumenkerne ausfallen werden. Doch Hamsterkäufe sind deswegen noch lange nicht angebracht*. Schließlich soll jeder Kunde etwas abbekommen.

Sonnenblumenöl rationiert: Supermarktkunden rasten aus

Daher haben die meisten Supermärkte den Verkauf von Sonnenblumenöl bereits rationiert. Es dürfen oft nur noch eine oder zwei Flaschen Sonnenblumenöl pro Kunde gekauft werden. Doch einige Menschen wollen das offenbar nicht verstehen, weshalb es bereits zu einer Auseinandersetzung in einem Supermarkt in Asperg bei Stuttgart kam.

Wie die Bild am Sonntag berichtet, wollten dort zwei Frauen und drei Männer gemeinsam 30 Flaschen Sonnenblumenöl kaufen. Doch der Markt hat die Abgabe auf eine Flasche pro Person rationiert. „Als ich die Kunden darauf hinwies, wurde ich von Männern aus der Gruppe beschimpft“, erzählt die Supermarkt-Besitzerin, die zu diesem Zeitpunkt an der Kasse saß.

Die Gruppe habe behauptet, extra 60 Kilometer für das begehrte Öl gefahren zu sein. Als sie es dennoch nicht kaufen durften, eskalierte die Situation. „Sie drohten, ich würde den nächsten Tag nicht mehr erleben und sie würden hier alles kaputtschlagen“, berichtet die Besitzerin der Zeitung von dem Vorfall.

Sonnenblumenöl-Knappheit: Cem Ödzemir appelliert - „Bitte keine Hamsterkäufe“

Daraufhin sei ein Mitarbeiter der Chefin zu Hilfe gekommen – bewaffnet mit einem Nudelholz. Auch andere Kunden mischten sich in den Streit ein. Dann sei ein Mann der aggressiven Gruppe aus dem Laden gelaufen und mit einem großen Stein in der Hand zurückgekehrt. Nachdem eine Nachbarin aber die Polizei gerufen hatte, seien sie verschwunden. Die Polizei ermittelt nun wegen Bedrohung.

Ganz abgesehen davon, dass solche Auseinandersetzungen absolut nicht vertretbar sind, ist es nicht nötig, Lebensmittel zu hamstern. So hat der Bundesernährungsminister Cem Özdemir an die Bürger appelliert, wegen des Ukraine-Kriegs und steigender Preise beim Einkauf nicht in Panik zu verfallen und womöglich unnötig Vorräte anzulegen. „Bitte keine Hamsterkäufe, dafür besteht kein Anlass. Wir haben die Versorgung sichergestellt“, sagte der Grünen-Politiker in der Sendung „RTL Direkt“. Er habe mit Vertretern des Handels gesprochen. „Und auch die haben sehr klar gesagt, wir haben die Lage im Griff, die Versorgung ist sichergestellt!“ (ph/dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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