McKinsey-Umfrage

Verbraucher rechnen mit langen Corona-Einschränkungen

Die Haupteinkaufsstraße Zeil in Frankfurt am Main: Es gilt Maskenpflicht beim Bummeln. Foto: Andreas Arnold/dpa
+
Die Haupteinkaufsstraße Zeil in Frankfurt am Main: Es gilt Maskenpflicht beim Bummeln. Foto: Andreas Arnold/dpa

Die Krise wird andauern, glaubt eine Mehrheit der Verbraucher. Der Studie zufolge befinden sich viele aber nicht im Krisenmodus - sondern passen sich an.

Frankfurt/Main (dpa) - Die große Mehrheit der Verbraucher in Deutschland rechnet nicht mit einem raschen Ende der coronabedingten Einschränkungen.

Gut zwei Drittel gingen davon aus, dass die Einschränkungen im Alltag noch mindestens sechs Monate dauerten, berichtete die Unternehmensberatung McKinsey gestützt auf eine repräsentative Umfrage unter 1053 Bundesbürgern. "Die Auswirkungen von Covid-19 auf das Verbraucherverhalten sind weiterhin sehr präsent", betonte der McKinsey-Experte Jesko Perrey. "Es ist weniger ein Krisenmodus als vielmehr eine aktive Anpassung an eine neue Normalität."

Ein Großteil der Bundesbürger hat der Umfrage zufolge wegen der Corona-Pandemie zurzeit Angst vor Flugreisen, dem Besuch von Großveranstaltungen und der Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln. Mehr als jeder zweite wäre demnach sehr oder extrem besorgt, wenn er in den nächsten Wochen in ein Flugzeug steigen müsste. Bei dem Besuch von Großveranstaltungen wären es 48 Prozent der Befragten und bei der Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs immerhin noch 43 Prozent.

Dagegen werden der Einkauf von Lebensmitteln und Treffen mit der Familie nach mehr als einem halben Jahr Corona-Krise nur noch von wenigen als wirklich besorgniserregend wahrgenommen. Nicht einmal jeder zehnte Befragte gab an, ernsthaft besorgt wegen der alltäglichen Einkäufe zu sein. Und auch Familientreffen lösten nur bei zehn Prozent der Befragten größere Unruhe aus, wie die Umfrage ergab.

Angesichts der vielen Einschränkungen, die Corona gebracht hat, sehnen sich viele Bundesbürger nach einer Rückkehr zur Normalität. Am meisten vermisst werden der Umfrage zufolge das regelmäßige, unbeschwerte Treffen mit Freunden und die früher häufigeren Besuche in Restaurants und Bars, sowie Events wie Konzerte, Sporteignisse oder Kinobesuche.

© dpa-infocom, dpa:201017-99-976156/2

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Tesla liefert weiter Rekordzahlen - Fünfter Quartalsgewinn

Die Erfolgsserie des E-Auto-Pioniers Tesla reißt nicht ab. Das Unternehmen trotzt der Corona-Krise und feiert das beste Quartal seiner bisherigen Geschichte. Elon Musk …
Tesla liefert weiter Rekordzahlen - Fünfter Quartalsgewinn

Üble Daten-Panne bei deutschem Vermögensverwalter - Ausweis-, Steuer- und Kontodaten erbeutet

Unbekannte haben beim Vermögensverwalter Scalable Capital streng vertrauliche Daten erbeutet. Das Münchner Start-up spricht von einem „Datenschutzvorfall“ und wiegelt ab.
Üble Daten-Panne bei deutschem Vermögensverwalter - Ausweis-, Steuer- und Kontodaten erbeutet

Purdue Pharma und US-Regierung schließen Vergleich

Das US-Unternehmen Purdue und seine Eigentümerfamilie Sackler werden beschuldigt, der Opioid-Epidemie in Amerika mit dem Schmerzmittel Oxycontin den Weg geebnet zu …
Purdue Pharma und US-Regierung schließen Vergleich

Jeder Fünfte arbeitet für Niedriglohn

Wiesbaden (dpa) - In Deutschland hat im Frühjahr 2018 gut jeder fünfte abhängig Beschäftigte für einen Niedriglohn gearbeitet. Damit wurden rund 8 Millionen Jobs …
Jeder Fünfte arbeitet für Niedriglohn

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.