Unsicherheiten

Verzicht auf Glühbirnen kostet Philips Gewinn

+
Insgesamt erzielte Philips im zweiten Quartal einen Umsatz von 4,3 Milliarden Euro. Foto: Robert Schlesinger

Amsterdam (dpa) - Staubsauger, Rasierer, aber keine Glühbirnen mehr: Der Elektronikkonzern Philips hat nach der Abspaltung seiner Leuchtensparte im zweiten Quartal einen Gewinneinbruch einstecken müssen.

Zudem beschert die unklare Zukunft der Krankenversicherung in den USA dem Siemens-Konkurrenten Unsicherheiten. Konzernchef Frans van Houten gab sich aber optimistisch. Das vergleichbare Umsatzwachstum - ohne das Leuchtengeschäft - werde im restlichen Jahr auch dank des hohen Auftragsbestands anziehen, sagte er in Amsterdam. Im zweiten Quartal steigerte der Konzern sein operatives Ergebnis, unter dem Strich sackte der Gewinn nach der weitgehenden Abspaltung jedoch ab.

Insgesamt erzielte Philips im zweiten Quartal einen Umsatz von 4,3 Milliarden Euro. Das Umsatzplus lag im abgelaufenen zweiten Quartal bei 4 Prozent, für das gesamte erste Halbjahr stehen 3,2 Prozent zu Buche. Zudem stieg das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen. Die Anleger honorierten das am Vormittag, die Aktie legte um rund 3,6 Prozent zu. Unter dem Strich sackte der Gewinn inklusive der abzugebenden Lichtsparte um ein Drittel auf 289 Millionen Euro ab. Das lag unter anderem an höheren Umbaukosten.

Unsicherheiten kommen aus den USA: Dort seien die Kunden durch den Streit um die Zukunft der gesetzlichen Krankenversicherung besorgt, sagte van Houten dem Finanzsender Bloomberg TV in einem Interview. Die Niederländer konzentrieren sich etwa auf Medizintechnik, wo sie mit Siemens konkurrieren, und auf private Gesundheitspflege.

Damit und beim Geschäft mit Haushaltswaren verdiente der Konzern mehr. Philips verkauft etwa elektrische Zahnbürsten, Atemgeräte und Schlaftherapiemasken, aber auch Staubsauger und Küchen- sowie medizinische Geräte. Zuletzt hatte das Unternehmen auch einen Aktienrückkauf über rund 1,5 Milliarden Euro angekündigt, der im dritten Quartal starten soll.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

EU bereitet Maßnahmen gegen mögliche US-Autozölle vor

Verhängen die USA im Handelsstreit mit der EU hohe Sonderzölle auf Autos? Diese Frage sorgt seit Monaten für Nervosität - vor allem Deutschland bangt wegen der großen …
EU bereitet Maßnahmen gegen mögliche US-Autozölle vor

Trump kritisiert Zinspolitik der US-Notenbank

Der US-Präsident sagt mitunter Dinge, die er besser für sich behalten sollte. Diesmal rüffelt er die unabhängige Notenbank Fed, weil diese die Leitzinsen erhöht hat. …
Trump kritisiert Zinspolitik der US-Notenbank

Google soll komplett neuen Android-Nachfolger entwickeln

Ein Google-Team entwickelt laut einem Medienbericht eine komplett neue Software, die auch als Ersatz für das dominierende Smartphone-System Android gedacht ist.
Google soll komplett neuen Android-Nachfolger entwickeln

Dax weitet Verluste aus

Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat am Donnerstag seine Verluste ausgeweitet. Zum Handelsschluss blieb der deutsche Leitindex mit einem Minus von 0,62 Prozent auf …
Dax weitet Verluste aus

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.