Kitas und Müllabfuhr betroffen

Warnstreiks im öffentlichen Dienst beginnen

Verdi-Chef Frank Bsirske: Die Gewerkschaften fordern unter anderem Gehaltssteigerungen von sechs Prozent. Foto: Bernd Settnik
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Verdi-Chef Frank Bsirske: Die Gewerkschaften fordern unter anderem Gehaltssteigerungen von sechs Prozent. Foto: Bernd Settnik

Berlin (dpa) - Ab diesem Donnerstag müssen sich die Menschen in Teilen Deutschlands auf Warnstreiks im öffentlichen Dienst einstellen.

Bereits unmittelbar nach Ablauf der Friedenspflicht würden vereinzelte befristete Arbeitsniederlegungen und Aktionen in Betrieben und Dienststellen beginnen, kündigte der Verdi-Landesbezirk Bayern an. Auch die zum Beamtenbund dbb zählende Gewerkschaft komba kündigte Aktionen an.

Betroffen sein sollen unter anderem Peine, Göttingen, Salzgitter und Augsburg. Regional unterschiedlich sollen teils Kitas geschlossen werden oder Beschäftigte von Müllabfuhr, Stadtwerken, Nahverkehr oder Jobcentern streiken.

In Hamburg ist eine Kundgebung von hunderten Beschäftigten vor Arbeitsbeginn oder in der Pause geplant. Aus anderen Ländern wurden zunächst keine Ankündigungen bekannt.

Die erste Runde der Tarifverhandlungen für die 2,3 Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen war am Montag in Potsdam ohne ein Angebot der Arbeitgeber zu Ende gegangen. Die Gewerkschaften hatten daraufhin Warnstreiks angekündigt.

«Wir werden mit betrieblichen Aktionen beginnen, die für die Bürgerinnen und Bürger gar nicht so wahrnehmbar sind», sagte Verdi-Chef Frank Bsirske dem Bayerischen Rundfunk. Die Warnstreiks würden sich in den nächsten Tagen «von Nord nach Süd entwickeln» - aber auf einem noch sehr niedrigen Level.

Die Verhandlungen sollen nach einer zweiten Runde am 12. und 13. März am 16. oder 17. April enden. Bei der Tarifauseinandersetzung für Bund und Kommunen waren vor zwei Jahren unter anderem Flugreisende betroffen gewesen, der Nahverkehr und Kitas.

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