"Gewaltige Akquisitionen"

Warren Buffett will viel Geld ausgeben

+
US-Investor Warren Buffett 2016 bei einer Veranstaltung in Washington. Foto: Cliff Owen/AP

Omaha (dpa) - US-Staranleger Warren Buffett brennt auf große Firmenzukäufe. "Eine oder mehrere gewaltige Akquisitionen" seien nötig, um die Gewinne seiner Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway substanziell zu verbessern, teilte er in seinem jährlichen Brief an die Aktionäre mit.

Der Geldberg, auf dem der 87-jährige Börsen-Guru mit seiner Investmentfirma sitzt, wuchs 2017 von 86,4 Milliarden auf rund 116 Milliarden Dollar.

Es juckt Buffett in den Fingern, diese überschüssigen Mittel für Übernahmen einzusetzen, weil sie dadurch mehr Renditen erwirtschaften könnten als etwa mit niedriger verzinsten Staatspapieren. Allerdings hadert die Investoren-Legende mit den hohen Bewertungen an den Kapitalmärkten, die es derzeit schwer machten, Unternehmen zu "vernünftigen Kaufpreisen" zu finden.

Im vierten Quartal verdiente Berkshire Hathaway unter dem Strich 32,6 Milliarden Dollar (26,5 Mrd Euro), was mehr als einer Verfünffachung im Jahresvergleich entspricht. Buffetts Konglomerat profitierte enorm von der US-Steuerreform, durch die die Unternehmenssteuern auf Bundesebene von 35 auf 21 Prozent gesenkt wurden.

Im Tagesgeschäft lief es wegen Schwierigkeiten in der Versicherungssparte zuletzt hingegen weniger rund - das operative Ergebnis fiel zum Jahresende um 24 Prozent auf 3,3 Milliarden Dollar. Im gesamten Geschäftsjahr 2017 stieg der Überschuss - nicht zuletzt dank des hohen Sondererlöses aus der Steuerreform - von 24,1 Milliarden auf 44,9 Milliarden Dollar.

Jahresbericht Berkshire Hathaway

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Teures Deutschland? Hohe Preisunterschiede in Europa

Das Leben in Deutschland ist teurer als im EU-Schnitt. Doch bei Reisen zeigt sich rasch: In vielen anderen Ländern ist das Preisniveau noch höher.
Teures Deutschland? Hohe Preisunterschiede in Europa

BMW ruft Dieselautos mit falscher Software in die Werkstatt

München (dpa) - BMW ruft 11 700 Dieselautos mit unzureichender Abgasreinigung jetzt in die Werkstatt. Das Kraftfahrtbundesamt habe das Software-Update genehmigt, die …
BMW ruft Dieselautos mit falscher Software in die Werkstatt

BMW ruft tausende Autos in Werkstatt - diese Fahrzeuge sind betroffen

BMW ruft 11 700 Dieselautos mit unzureichender Abgasreinigung jetzt in die Werkstatt.
BMW ruft tausende Autos in Werkstatt - diese Fahrzeuge sind betroffen

Airbus droht bei Brexit ohne Abkommen mit Verlagerungen

Toulouse (dpa) - Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus will im Fall eines harten Brexits ohne Abkommen zwischen London und Brüssel seine Investitionen in …
Airbus droht bei Brexit ohne Abkommen mit Verlagerungen

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.