Webseiten lahmgelegt

Störung bei Amazons Web-Service löst Chaos aus

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Ausfall von Servern bei Amazon

Seattle - Viele Online-Dienste und Websites greifen auf die Cloud-Plattform AWS von Amazon zurück. Die Kehrseite: Wenn die Amazon-Server mal verschnupft sind, kränkeln große Teile des Webs.

Eine Störung im Web-Service von Amazon in den USA hat am Dienstag stundenlang diverse Websites und Online-Dienste lahmgelegt. Kurz vor Mitternacht teilte der Online-Händler dann schließlich mit, die Systeme liefen wieder normal. Ein Grund für die rund vier Stunden lange Störung wurde zunächst nicht genannt. Es war lediglich von „erhöhten Fehlerraten“ beim Amazon-Speicherdienst S3 die Rede.

Probleme hatten unter anderem die Foto-App Snapchat, die Reise-Website Expedia, Medien-Websites wie Buzzfeed oder Medium. Nutzer berichteten auch, dass Amazons sprechende Assistenz-Software Alexa in Mitleidenschaft gezogen worden sei. Auch die Amazon-Seite, auf der Störungen angezeigt werden, fiel aus. AWS verweist stets auf eine Verlässlichkeit von fast 100 Prozent und hat viele Rechenzentren, die über die Welt verteilt sind. Die betroffene Anlage im Bundesstaat North Virginia ist aber eine der größten und versorgt viele international aktive amerikanische Online-Dienste.

Viele Start-Ups und auch etablierte Unternehmen holen sich Rechenleistung bei Amazons Cloud-Sparte AWS. Deswegen sind Ausfälle oft breit spürbar. Zuletzt hatte eine größere Störung 2015 unter anderem Netflix und den Wohnungsvermittler AirBnB ausgebremst.

Nicht nur AWS ist ein Knotenpunkt, dessen Probleme breite Auswirkungen haben können. Im vergangenen Oktober hatte eine Online-Attacke auf den Web-Dienstleister Dyn mehrere bekannte Firmen wie Twitter oder den Musikdienst Spotify für Stunden behindert.

dpa

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