Schließungen drohen

Thyssenkrupp-Stahlarbeiter befürchten weiteren Personalabbau

+
Der Industriekonzern Thyssenkrupp hatte am vergangenen Freitag geplante Einsparungen in Höhe von 500 Millionen Euro in den nächsten drei Jahren und die Schließung von Teilanlagen angekündigt. Foto: Roland Weihrauch

Unruhe in der Stahl-Belegschaft von Thyssenkrupp. Nach einem angekündigten Sparprogramm befürchten die Beschäftigten massive Einschnitte. Rund 10 000 Stahlarbeiter werden am 3. Mai zu eine Demonstration erwartet.

Essen (dpa) - Nach der Ankündigung eines Sparprogramms für die Stahlsparte von Thyssenkrupp befürchten Betriebsräte nun massive Einschnitte.

Möglicherweise könnten mehrere tausend Arbeitsplätze in Gefahr sein, sagte der Betriebsratsvorsitzende des Werks in Duisburg-Hüttenheim, Werner von Häfen, nach einer Sitzung der Stahl-Betriebsräte in Essen. Neben dem bereits geplanten Abbau von rund 300 Stellen in dem Duisburger Grobblechwerk fürchte die Belegschaft allein in dem Werk die Streichung von weiteren 600 bis 700 Jobs.

Am Tag vor einer für den 4. Mai geplanten Sitzung des Aufsichtsrats der europäischen Thyssenkrupp-Stahlsparte werde der Betriebsrat zu einer Großdemonstration aufrufen, kündigte von Häfen an. Zu der Kundgebung am 3. Mai in Duisburg würden rund 10.000 Teilnehmer erwartet. Mit mehreren Aktionen hatten die Stahlarbeiter bereits in den vergangenen Tagen gegen die Pläne des Unternehmens protestiert. In dem von den Abbauplänen besonders betroffenen Werk in Duisburg-Hüttenheim war es auch am Dienstag wieder zu einer Unterbrechung der Produktion gekommen, nachdem sich rund 200 Mitarbeiter zu einer Informationsveranstaltung versammelt hatten.

Der Industriekonzern Thyssenkrupp hatte am Freitag geplante Einsparungen in Höhe von 500 Millionen Euro in den nächsten drei Jahren und die Schließung von Teilanlagen angekündigt. Nach Angaben des Betriebsrats sollen die Anlagen zur Verarbeitung von Grobblech in Duisburg-Hüttenheim und Bochum bereits kurzfristig vor der Schließung stehen.

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Dax lässt sich von Wall Street mitziehen

Frankfurt/Main (dpa) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben sich am Dienstag vor wichtigen geldpolitischen Entscheidungen letztlich doch noch aus der Deckung …
Dax lässt sich von Wall Street mitziehen

Ryanair-Piloten wollen streiken - Airline lehnt Gespräche ab

Beim Billigflieger Ryanair wurde noch nie gestreikt. Das soll sich nach dem Willen mehrerer europäischer Pilotengewerkschaften noch in diesem Jahr ändern. Auch in …
Ryanair-Piloten wollen streiken - Airline lehnt Gespräche ab

Easyjet darf Air Berlin-Teile endgültig übernehmen

Fast vier Monate nach der Insolvenz von Air Berlin ist nun endgültig klar: ein Teil geht an Easyjet. Bei den größten Teilen gibt es aber nach wie vor keine Klarheit.
Easyjet darf Air Berlin-Teile endgültig übernehmen

BER: Länderchefs beraten über Eröffnungstermin

Wie geht es mit dem Flop-Projekt BER weiter? In Berlin beraten nun die Landes-Regierungschefs. Am Freitag könnte es ein neues Eröffnungsdatum geben.
BER: Länderchefs beraten über Eröffnungstermin

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.