Erneute Angriffe auf Computernetze

WannaCry 2.0? Auch Deutschland von weltweiter Cyber-Attacke betroffen

Weltweit werden Computernetzwerke attackiert. Das melden Konzerne aus Russland, der Ukraine, Dänemark und Frankreich. Laut dem BSI sind auch deutsche Unternehmen betroffen. 

Von der neuen internationalen Cyber-Attacke sind auch deutsche Unternehmen betroffen. Die Hackerangriffe erfolgten mit einer Verschlüsselungssoftware, wie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) am Dienstagabend mitteilte. Es rief betroffene Unternehmen und Institutionen auf, Sicherheitsvorfälle dem BSI zu melden und nicht auf Lösegeldforderungen einzugehen.

Noch ist unklar, wer hinter den Cyberattacken steckt

Nach der Cyber-Attacke in Russland und der Ukraine sind auch westeuropäische Konzerne ins Visier von Hackern geraten. Unter anderem berichtete das dänische Transport- und Logistikunternehmen Maersk am Dienstag von einem Angriff auf sein Computersystem. Betroffen sind auch das britische Werbeunternehmen WPP und der französische Industriekonzern Saint-Gobain.

Die Unternehmen teilten mit, zum Schutz ihrer Daten seien erste Maßnahmen ergriffen worden. Zuerst hatten Konzerne und Banken in Russland und der Ukraine von Angriffen mit einer Schadsoftware berichtet, darunter auch der russische Ölkonzern Rosneft. Wer hinter den Cyberattacken steht, ist noch unbekannt.

Zum Ziel großangelegter Cyber-Attacken sind am Dienstag Unternehmen und Banken in Russland und der Ukraine geworden. Der russische Ölkonzern Rosneft gab über den Kurzbotschaftendienst Twitter bekannt, es habe einen “mächtigen Hacker-Angriff" auf die Server des Unternehmens gegeben. 

Die Behörden seien eingeschaltet. In der Ukraine teilte derweil die Zentralbank in einer Erklärung mit, dass es einen Cyber-Angriff auf ukrainische Banken und Unternehmen gegeben habe. Banken und andere Akteure am Finanzmarkt seien darüber informiert worden. Demnach waren neben privaten auch staatliche Firmen von der Cyber-Attacke betroffen.

AFP

Rubriklistenbild: © dpa

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