Rassismus-Vorwürfe 

"Wolle Dose kaufen?": Brauerei stellt diese Werbung ein - nach Fußball-Protest

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Die umstrittene Werbung

Nach Rassismus-Vorwürfen hat eine Brauerei ihre Werbeaktion gestoppt. Stein des Anstoßes ist ein Plakat, das einen dunkelhäutigen Mann zeigt. 

Hamburg - Das Werbeplakat einer Brauerei sorgt für Aufregung: Auf einer Mauer sitzt ein dunkelhäutiger Mann mit türkisfarbener Meerjungfrau-Flosse und hellgelbem Bikinioberteil, in der Hand hält er mehrere Dosen Astra-Bier. Darüber steht der Slogan: „Wolle Dose kaufen?“ 

Kiezclub protestiert gegen eigenen Sponsor

Der Fußballverein FC St Pauli fand die Werbeaktion gar nicht witzig. Der Kiezclub postete die Werbung auf seiner Facebook-Seite mit folgendem Kommentar: „Astra Bier, wir haben was dagegen! Rassismus ist nicht lustig und nicht akzeptabel.“ Kein alltäglicher Vorgang - denn die Paulianer werden selbst von Astra gesponsert.

Die Reaktionen der Pauli-Fans sind durchwachsen. Einige User stimmen zu: „Das Plakat ist peinlich und die Reaktion des FCSP überfällig. Es gibt genug Biersorten, auch bessere als Astra, die im Stadion ausgeschenkt werden können.“

Viele halten die ganze Diskussion für übertrieben: „Es ist Rassismus, bei so einem Motiv die Hautfarbe zu thematisieren. Schämt Euch, FC St. Pauli. Durchschaubare Pseudoempörung wie sie heute modern ist.“  

Wieder andere argumentieren mit Geschmacklosigkeit: „In meinen Augen geht das Plakat gar nicht! Ich finde es geschmacklos! Ein Farbiger, der sich als Meerjungfrau verkleiden muss und dann mit dem Spruch? Sorry, das ist nicht witzig, sondern schlicht stumpf!“

Astra-Bier hat inzwischen mit einem ausführlichen Statement regiert: „Unser aktuelles Motiv sorgt für einigen Wirbel und es scheiden sich die Geister. Manche von euch ärgern sich über einen aus ihrer Sicht rassistischen Beigeschmack, die anderen wiederum sehen in dem Bild vor allem das „echte Leben“, porträtiert mit dem typischen Astra-Augenzwinkern.“ 

Die Werbekampagne soll nun gestoppt werden. Man entschuldige sich „für den Unmut, den wir mit dieser Idee bei euch verursacht haben und stoppen die Kampagne, um intensiv an einem angemessenen neuen Motiv zu arbeiten“, schreibt das Unternehmen auf seiner Facebook-Seite. 

mol

Lesen Sie auch: Dies ist der Stand der Rassismus-Diskussion um Mesut Özil 

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