Vier Prozent in Deutschland

WSI: Mindestlöhne in der EU legen kräftig zu

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Ein Zimmermädchen in einem Kölner Hotel: Die Mindestlöhne sind in den meisten EU-Ländern seit Anfang 2016 deutlich gestiegen. Foto: Oliver Berg

Düsseldorf (dpa) - Die Mindestlöhne sind in den meisten EU-Ländern seit Anfang 2016 deutlich gestiegen. Nominal sei das Plus mit durchschnittlich 5 Prozent so groß ausgefallen wie seit 2007 nicht mehr.

Das berichtete das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung in ihrem Mindestlohnbericht. Real sei es dank der niedrigen Inflationsrate für die Geringverdiener sogar "der höchste Zuwachs seit der Jahrtausendwende".

Insgesamt gibt es in 22 von 28 EU-Staaten Mindestlöhne. In 21 davon wurden laut WSI die staatlich festgelegten Untergrenzen im Laufe des vergangenen Jahres oder zum 1. Januar 2017 angehoben.

Dabei gab es allerdings erhebliche Unterschiede zwischen den Ländern. In Westeuropa reichten die nominalen Anhebungen von 0,9 Prozent in Frankreich über 4 Prozent in Deutschland bis zu 7,5 Prozent in Großbritannien. Insgesamt habe sich "der bereits seit einigen Jahren andauernde Trend hin zu einer dynamischeren Mindestlohnentwicklung noch einmal beschleunigt", fasste WSI-Tarifexperte Thorsten Schulten die Entwicklung zusammen.

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