IWH-Prognose

Zahl der Beschäftigten steigt noch stärker als 2016

+
2016 waren bundesweit im Jahresschnitt mehr als eine halbe Million mehr Beschäftigte gezählt worden. Das entspreche einem Plus von 1,2 Prozent. Foto: Oliver Berg

Halle (dpa) - Das Institut für Wirtschaftsforschung in Halle (IWH) rechnet damit, dass die Zahl der Beschäftigten in Deutschland in diesem Jahr noch stärker steigt als 2016.

Grund dafür sei die anhaltend positive Entwicklung der Produktion, heißt es in einer am Donnerstag veröffentlichten IWH-Konjunkturprognose. Die Forscher schätzen, dass der Anstieg im Osten wie im Westen Deutschlands bei jeweils 1,4 Prozent liegen wird.

2016 waren bundesweit im Jahresschnitt mehr als eine halbe Million mehr Beschäftigte gezählt worden. Das entspreche einem Plus von 1,2 Prozent. 2018 sei mit einer abflachenden Dynamik beim Abbau der Arbeitslosigkeit zu rechnen.

Wegen des starken ersten Quartals korrigierte das IWH zudem seine Wachstumsprognose um 0,3 Punkte nach oben. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte in diesem Jahr bundesweit um 1,6 Prozent zulegen, hieß es. Für die ostdeutschen Länder ohne Berlin sagen die Forscher ein Plus von 1,5 Prozent voraus.

Getragen werde der seit 2013 anhaltende Aufschwung weiterhin von der robusten Binnennachfrage. Die zwischenzeitlich auf die Konsumlaune drückenden Preisanstiege bei Nahrungsmitteln und Energie dürften im weiteren Jahresverlauf keine negative Rolle mehr spielen. Die gute Arbeitsmarktlage und die damit verbundene Einkommenssicherheit vieler Verbraucher treibe hingegen die privaten Bauaktivitäten weiter an.

Langfassung der IWH-Konjunkturprognose

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Hunderttausende gegen Job-Abbau bei Ratiopharm-Mutter Teva

Der Teva-Konzern aus Israel ist ein global vernetztes Unternehmen - er kontrolliert auch den deutschen Medikamenten-Hersteller Ratiopharm. Die vorgesehenen Jobkürzungen …
Hunderttausende gegen Job-Abbau bei Ratiopharm-Mutter Teva

Online-Handel beflügelt das Weihnachtsgeschäft

Der Kauf von Geschenken im Internet wird immer beliebter, die Einzelhändler erwarten für das Weihnachtsgeschäft hier zweistellige Wachstumsraten. In den Innenstädten …
Online-Handel beflügelt das Weihnachtsgeschäft

Studie bestätigt Gehaltslücken zwischen Männern und Frauen in Unternehmensspitzen

Frauen verdienen als Führungskräfte in deutschen Unternehmen im Schnitt fast ein Drittel weniger als Männer. Das bestätigte nun ein neue Studie. 
Studie bestätigt Gehaltslücken zwischen Männern und Frauen in Unternehmensspitzen

Online-Handel beflügelt das Weihnachtsgeschäft

Immer mehr Menschen kaufen ihre Geschenke online. Das zeigen auch die neusten Zahlen der Einzelhändler. Ein Problem für die Läden in den Städten.  
Online-Handel beflügelt das Weihnachtsgeschäft

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.