Folgt bald Deutschland?

Zalando kämpft mit kuriosem Problem - und steuert mit neuer Regel gegen

+
Zalando kündigt Börsengang für 2014 an

Die Einkaufsgewohnheiten der Menschen ändern sich - zumindest was den Online-Händler Amazon angeht. Der steuert nun in einem weiteren Land gegen.

Berlin - Beim Modehändler Zalando bestellen die Kunden immer häufiger, aber die Warenkörbe werden kleiner. Der Onlinehändler steuert verstärkt mit Mindestbestellmengen gegen. Von April bis Juni kostete eine Bestellung im Durchschnitt noch 56,90 Euro, wie das Berliner Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Das waren 2,6 Prozent weniger als ein Jahr zuvor und 0,8 Prozent weniger als im ersten Vierteljahr. „Der Trend verlangsamt sich“, folgerte Finanzchef David Schröder daraus.

Zalando: Mindestbestellmenge seit Donnerstag in einem weiteren EU-Land

Je kleinteiliger die Bestellungen, desto höher die Kosten für die Abwicklung. Der europaweit aktive Händler hat deshalb in neun Ländern Mindestbestellmengen eingeführt. Am Donnerstag kam Frankreich hinzu, wo Kunden für eine kostenlose Lieferung nun mindestens 24,90 Euro ausgeben müssen. Für Deutschland gibt es bislang keine entsprechende Ankündigung. Bereits im Mai hatte der Online-Händler Pläne für einen umweltverträglicheren Versand vorgestellt.

Zalando: Gute Zahlen trotz Fragezeichen beim Versand

Insgesamt liefen Zalandos Geschäfte im zweiten Vierteljahr besser als von Analysten erwartet. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) verbesserte sich von 94 Millionen im Vorjahreszeitraum auf 101,7 Millionen Euro. Die Erlöse stiegen um ein Fünftel auf knapp 1,6 Milliarden Euro, was im Rahmen der Prognosen liegt. Seine Jahresprognose hob der Konzern leicht an. Nach den Zahlen schnellte der Aktienkurs in die Höhe, bis zum späten Donnerstagvormittag um gut 13 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss.

Immer mehr Ladenketten haben unterdessen mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen - sogar H&M musste reagieren. Ähnliche Tendenzen gibt es in den USA. Dort beschuldigte die Trump-Regierung unter anderem Amazon, den Einzelhandel zu zerstören.

dpa/fn

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Coronavirus und die Wirtschaft: Berliner Reisemesse abgesagt - Lufthansa mit drastischem Schritt 

Das Coronavirus belastet die Wirtschaft. Aldi und Lidl berichten von Hamsterkäufen. Die Frankfurter Börse befindet sich im Tiefflug. Und Lufthansa dämmt sein Flugangebot …
Coronavirus und die Wirtschaft: Berliner Reisemesse abgesagt - Lufthansa mit drastischem Schritt 

Preise für Rufnummer-Mitnahme bei Anbieterwechsel zu hoch

Neuer Anbieter, neue Nummer? Viele Kunden wollen das vermeiden. Viele Unternehmen machen eine Rufnummernmitnahme zwar möglich, rechnen dafür aber kräftig ab. Das soll …
Preise für Rufnummer-Mitnahme bei Anbieterwechsel zu hoch

Harley-Davidson-Chef tritt ab - Zeitz übernimmt vorerst

Die über 116 Jahre alte Kult-Motorradschmiede Harley-Davidson hat sich vom US-Vorzeigekonzern zum Problemfall entwickelt. Nun wirft Chef Levatich das Handtuch. Seine …
Harley-Davidson-Chef tritt ab - Zeitz übernimmt vorerst

9.500 Stellen werden abgebaut: Audi stellt neues Mitarbeiter-Programm vor

Audi will bis zum Jahr 2025 etwa 9.500 Arbeitsplätze sozialverträglich abbauen. Betroffen sind die deutschen Standorte Neckarsulm und Ingolstadt.
9.500 Stellen werden abgebaut: Audi stellt neues Mitarbeiter-Programm vor

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.