Neue Produkte im Sortiment

Zalando peilt fünf Prozent des europäischen Modemarktes an

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Gäste kommen auf dem Modefestival Bread & Butter zur Show des Labels Zalando. Foto: Jens Kalaene

Es begann mit Schuhen, inzwischen reicht das Angebot bis zu Uhren und bald Hautcreme: In seinem zehnten Jahr ist der Online-Händler längst profitabel. Aber Gewinnmaximierung ist erst mal nicht das Ziel.

Berlin (dpa) - Für den Modehändler Zalando ist Wachstum aus Sicht des Managements weiter wichtiger als Gewinn. "Wir haben den Ehrgeiz, fünf Prozent Marktanteil zu erreichen", sagte Co-Vorstandschef Rubin Ritter bezogen auf den europäischen Modemarkt. Derzeit liege der Anteil bei 1,3 Prozent.

Dazu sollen in diesem Jahr die Investitionen weiter hochgefahren werden. Rund 350 Millionen Euro sollen in den Ausbau der Logistik sowie neue Technologien fließen - das sind über 100 Millionen Euro mehr als im Vorjahr.

Der Online-Händler will dieses Jahr in zwei weiteren europäischen Ländern an den Start gehen - aktuell sind es 15. Welche neu hinzukommen, wollte Ritter nicht sagen. Zudem kommen im März Kosmetikprodukte ins Sortiment. Den Kunden sollen Angebote noch stärker individuell zugeschnitten präsentiert werden. Angebote wie die Lieferung am gleichen Tag und die Abholung von Retouren würden ausgebaut.

Auch will Zalando das Markenangebot weiter ausbauen: Immer mehr Marken, etwa von Textilhändlern Inditex oder H&M, werden auch über Zalando angeboten. So hat der Konzern im vergangenen Jahr 350 neue Modemarken in sein Programm aufgenommen. Dieses Jahr sollen weitere dazu kommen, wie etwa Swarovski oder Massimo Dutti.

Für 2018 peilt das Berliner Unternehmen erneut ein Umsatzwachstum von 20 bis 25 Prozent an, nachdem es im Vorjahr einen Zuwachs von 23,4 Prozent auf knapp 4,5 Milliarden Euro gegeben hatte. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern soll demnach bei 220 bis 270 Millionen Euro liegen - nach 215 Millionen 2017.

Zalando investierte im vergangenen Jahr rund 244 Millionen Euro überwiegend in die eigene Logistikinfrastruktur. Das drückte auch auf den Nettogewinn, der von 120,5 auf knapp 102 Millionen Euro sank. "Auch in unserem zehnten Jahr beabsichtigen wir nicht, eine Dividende zu zahlen", unterstrich Ritter den Fokus auf Wachstum.

Dieses zeigt sich auch in der Beschäftigtenzahl: Sie stieg 2017 europaweit binnen Jahresfrist um ein Drittel auf 15 000. In diesem Jahr sollen 2000 neue Leute eingestellt werden, vor allem in Berlin.

Pressemitteilung

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