Wettbewerbszentrale wird aktiv

Zehn Euro für "gebührenfreies" Girokonto?

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Umstrittene Girokontenwerbung: Deutschlands größte Sparda-Bank sieht sich im Recht. Foto: Bernd Weissbrod

Bad Homburg/Stuttgart (dpa) - Die Wettbewerbszentrale geht erneut gegen aus ihrer Sicht irreführende Werbung einer Bank vor.

Für das "gebührenfreie" Girokonto der Sparda-Bank Baden-Württemberg müsse der Kunde zunächst zehn Euro zahlen, um eine Bankkarte zu bekommen und so das Konto vollumfänglich nutzen zu können, argumentierte die Bad Homburger Institution.

Die Bank weigere sich nach einer Abmahnung eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abzugeben. Heißt: Das Geld-Institut möchte sich gegenüber der Wettbewerbszentrale nicht dazu verpflichten, die Werbung künftig nicht mehr zu nutzen. Daher bereite die Institution, die unlauteren Wettbewerb bekämpfen will, nun eine Klage vor.

Deutschlands größte Sparda-Bank bestätigte die Angaben, sieht sich aber im Recht: Es gehe um ein gebührenfreies Konto ohne Kontoführungsgebühren. Die Girocard (EC-Karte) sei nicht Bestandteil des Girokontos, sondern ein gesondertes Produkt, sagte ein Sprecher des Stuttgarter Instituts.

Im Januar hatte das Landgericht Düsseldorf auf Antrag der Wettbewerbszentrale einer Sparda-Bank in Nordrhein-Westfalen schon eine ähnliche Werbung als irreführend untersagt (Az. 38 O 68/16).

Mitteilung Wettbewerbszentrale

Informationen zum Girokonto der Sparda-Bank Baden-Württemberg

Wettbewerbszentrale zum Düsseldorfer Urteil Januar 2017

Urteil Landgericht Düsseldorf 6.1.2017

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