Neun Jahre nach dem Skandal

Lidl greift durch und führt Videoüberwachung ein

Immer öfter wird bei Lidl eingebrochen oder etwas geklaut. Der Discounter reagiert und baut nun zur Überwachung bundesweit 2400 Videokameras in die Filialen ein.

Neckarsulm – Vor neun Jahren verbannte die Supermarkt-Kette Lidl wegen eines Überwachungsskandals alle Videokameras aus ihren Filialen. Nun allerdings sollen sie wieder installiert werden. Der Grund: In den vergangenen Jahren haben Einbrüche und Diebstähle bei Lidl zugenommen. Wie das Technik-Magazin chip.de berichtet, will der Discounter nun knallhart durchgreifen. Demnach sollen bis Ende des Jahres zur Überwachung der Märkte fast 2400 Kameras installiert werden.

Seit dem Bespitzelungsskandal überwacht Lidl nicht mehr per Video

Nach Informationen des Konzerns wurde zwischen 2012 und 2015 rund 500 Mal eingebrochen oder etwas geklaut. Dabei sei nicht nur hoher Schaden entstanden. Auch die Mitarbeiter seien in Gefahr geraten. Doch damit soll jetzt Schluss sein. Im Sommer beginnt Lidl damit, nach und nach in den Filialen wieder Kameras einzubauen. 

So lässig kontert Lidl den Schredder-Spott

Deutschlandweit gibt es rund 3200 Lidl-Märkte. Keine Filiale wird im Moment videoüberwacht, denn 2008 gab es einen Bespitzelungsskandal. Der Discounter hatte in vielen Filialen über den Kassen und Mitarbeiterräumen versteckte Kameras angebracht. Lidl musste damals 1,5 Millionen Euro Strafe zahlen. 

Aldi- und Lidl-Mitarbeiter verraten raffinierteste Tricks der Pfandbetrüger

rm

Rubriklistenbild: © dpa

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